Glossareintrag
Wir denken. KI tippt mit.
Claude ist der KI-Assistent des US-Unternehmens Anthropic und zählt neben ChatGPT von OpenAI und Gemini von Google zu den drei bekanntesten KI-Chatbots. Gesprochen wird der Name englisch („Klohd"), gesucht wird er oft auch als Claude AI. Technisch ist Claude ein Large Language Model (LLM), also ein großes Sprachmodell, das Texte versteht und schreibt, Bilder auswertet, Dateien analysiert und auf Wunsch mehrschrittige Aufgaben selbstständig erledigt.
Nutzbar ist Claude kostenlos im Browser unter claude.ai sowie als App für Windows, Mac, iPhone und Android. Bedient wird er mit normalen Anweisungen in natürlicher Sprache, dem sogenannten Prompt. Deutsch versteht und schreibt Claude auf sehr hohem Niveau.
Hinter Claude steht das KI-Unternehmen Anthropic, 2021 von früheren OpenAI-Mitarbeitern um die Geschwister Dario und Daniela Amodei in San Francisco gegründet. Das Unternehmen versteht sich ausdrücklich als KI-Sicherheitsfirma und trainiert seine Modelle nach dem Verfahren der Constitutional AI, das die KI an einen festen Katalog von Grundregeln bindet. Wirtschaftlich spielt Anthropic in der obersten Liga. Nach der Finanzierungsrunde vom Mai 2026 wird die Firma mit 965 Milliarden US-Dollar bewertet, die aufs Jahr hochgerechnete Umsatzrate lag zu diesem Zeitpunkt bei über 47 Milliarden US-Dollar.
Woher der Name stammt, hat Anthropic übrigens nie offiziell verraten. Als wahrscheinlichste Erklärung gilt eine Verbeugung vor Claude Shannon, dem Begründer der Informationstheorie.
Stand August 2026 besteht die aktuelle Modellpalette aus der Claude-5-Generation und einem kleineren Schwestermodell:
Die großen Modelle verarbeiten bis zu eine Million Token in einer einzigen Anfrage, das reicht für weit über tausend Seiten Text am Stück.
Der Einstieg ist kostenlos. Das Gratis-Konto umfasst den Chat samt Websuche, Datei-Analyse und Bildverständnis. Der Pro-Tarif kostet 20 US-Dollar im Monat (17 US-Dollar bei Jahreszahlung) und schaltet deutlich höhere Nutzungsmengen frei, dazu unbegrenzte Projekte und das Entwickler-Werkzeug Claude Code. Vielnutzer buchen den Max-Tarif für 100 oder 200 US-Dollar, Firmen ab zwei Personen den Team-Tarif ab 20 US-Dollar pro Sitz bei Jahreszahlung. Die offiziellen Preise nennt Anthropic in US-Dollar. Zum Funktionsumfang gehören außerdem ein Sprachmodus, dauerhafte Projekte mit eigenem Wissensspeicher und in den Bezahl-Tarifen der agentische Arbeitsmodus Cowork, in dem Claude mehrteilige Aufgaben eigenständig abarbeitet. Die Deutsch-Qualität beziffert Anthropic in eigenen Messungen auf rund 97 Prozent des englischen Leistungsniveaus.
Beim Datenschutz gilt seit September 2025 eine Regel, die viele Nutzer nicht kennen. Chats von Privatkonten fließen standardmäßig ins Training künftiger Modelle ein, solange der Nutzer das nicht in den Privatsphäre-Einstellungen abschaltet. Der Schalter lässt sich jederzeit umlegen. Wer das Training aktiv lässt, akzeptiert damit auch eine Speicherdauer von fünf Jahren. In den Tarifen Team und Enterprise trainiert Anthropic grundsätzlich nicht mit Firmeninhalten. Für Nutzer in der EU ist die irische Tochter Anthropic Ireland verantwortlich, die Verarbeitung unterliegt der DSGVO.
Im direkten Duell mit ChatGPT gilt Claude in unabhängigen Tests als besonders stark beim Programmieren und bei langen, sorgfältig formulierten Texten. Bei Firmenkunden liegt Anthropic vorn, laut Erhebungen des Investors Menlo Ventures entfallen rund 40 Prozent der Unternehmensausgaben für Sprachmodelle auf Claude. Einen ausführlichen Vergleich von Claude und ChatGPT mit Preisen und Benchmarks finden Sie in unserem Blog.
Für lokale Unternehmen und Handwerksbetriebe ist Claude ein Universalwerkzeug für alles, was mit Text, Dokumenten und Bildern zu tun hat. Ausprobieren kostet nichts, ein Gratis-Konto ist unter claude.ai in wenigen Minuten angelegt.
Typische Aufgaben im Betriebsalltag:
Für den Start reicht das Gratis-Konto völlig. Wer Claude täglich nutzt, stößt dort an die Mengengrenzen und ist mit dem Pro-Tarif für 20 US-Dollar im Monat gut versorgt. Zwei Dinge gehören von Anfang an dazu. Erstens den Trainings-Schalter in den Privatsphäre-Einstellungen ausschalten, zweitens personenbezogene Daten von Kunden nur eingeben, wenn es für die Aufgabe wirklich nötig ist. Und je genauer die Anweisung formuliert ist, desto brauchbarer fällt das Ergebnis aus.