Glossareintrag

Was bedeutet
Artifacts bei KI/AI (Claude Artifacts, Artefakte neben dem Chat)?

Wir denken. KI tippt mit.

Lesezeit: 12 Minuten
Veröffentlicht: 29.09.2026
Aktualisiert: 11.10.2026

Artifacts bei KI/AI (Claude Artifacts, Artefakte neben dem Chat)

Definition:

Artifacts bei KI (deutsch Artefakte, bekannt als Claude Artifacts) sind fertige Arbeitsergebnisse des KI-Assistenten Claude von Anthropic. Claude öffnet sie in einem eigenen Fenster neben dem Chat. Dort liegt z. B. ein Dokument, eine Webseite, ein Diagramm oder ein kleines Programm, das sofort läuft. Anthropic beschreibt ein Artefakt auf seiner deutschen Hilfeseite zu Artefakten als „alles, was Claude für Sie erstellt und das Sie jemandem zeigen würden“. Der Nutzer kann es bearbeiten, später wieder öffnen und mit anderen teilen.

Claude legt ein Artifact von sich aus an, wenn ein Inhalt umfangreich und in sich geschlossen ist. Zu den vier Merkmalen der Hilfeseite gehören ein Umfang von typischerweise mehr als 15 Zeilen und die Erwartung, dass der Nutzer den Inhalt außerhalb der Unterhaltung weiterverwendet. Eine kurze Antwort, eine Erklärung oder drei Zeilen Code bleiben im Chat. Claude macht laut Anthropic aus fast allem ein Artifact, darunter:

  • Dokumente
  • Code-Schnipsel
  • einseitige Websites
  • Bilder
  • Diagramme und Flussdiagramme
  • Dashboards
  • kleine interaktive Tools

Seit 2026 erzeugen außerdem die Werkzeuge Claude Design, Claude Slides und Claude Docs Artifacts (in der Hilfe als Vorlagen geführt). Ihre Entwürfe, Präsentationen und Dokumente landen ebenfalls im Reiter „Artefakte“. Der Programmier-Agent Claude Code veröffentlicht Artifacts als eigene Seite im Browser.

Fast alle großen Anbieter haben eine solche Arbeitsfläche neben dem Chat, nur unter anderem Namen. Bei Google und Mistral heißt sie Canvas, bei Microsoft Copilot-Seiten (Copilot Pages). OpenAI startete ChatGPT Canvas im Oktober 2024 und ersetzte es im Mai 2026 in den aktuellen Modellen durch Schreib- und Codeblöcke direkt in der Antwort. Der Entwickler Simon Willison hält in seinem Beitrag über HTML-Tools aus dem KI-Chat fest, dass Claude dieselbe Funktion Artifacts nennt, die bei ChatGPT und Gemini Canvas heißt.

(Hinweis: Artefakt hat im KI-Umfeld weitere Bedeutungen, z. B. Bildfehler in generierten Bildern oder die gespeicherten Dateien eines Trainingslaufs.)

Beschreibung:

Anthropic stellte Artifacts im Juni 2024 zusammen mit dem Modell Claude 3.5 Sonnet als Vorschau-Funktion vor. Die Ankündigung von Claude 3.5 Sonnet ist auf den 21. Juni 2024 datiert und beschreibt den Schritt als Wandel vom Gesprächs-Assistenten zur gemeinsamen Arbeitsumgebung. Am 27. August 2024 schaltete Anthropic die Funktion für die Tarife Free, Pro und Team und für die Apps auf iOS und Android frei. Unter der Adresse der Originalmeldung steht heute eine Fehlerseite. Das Internet Archive bewahrt die Artifacts-Meldung vom August 2024. Bis Juni 2025 hatten Millionen Nutzer laut Anthropic mehr als eine halbe Milliarde Artifacts erstellt.

In der ersten Fassung zeigte das Fenster nur an, was Claude geschrieben hatte. Seitdem hat Anthropic daraus ein kleines App-Werkzeug gemacht, das ohne Programmierkenntnisse auskommt (siehe Vibe Coding).

  • 25. Juni 2025: Artifacts bekommen einen eigenen Bereich in der Seitenleiste und können selbst Claude aufrufen. Aus einer Karteikarten-Sammlung wird solch eine Karteikarten-App, die zu jedem Thema neue Karten erzeugt. So beschreibt es Anthropic im Blogbeitrag zu KI-gestützten Artifacts, aus dem auch die Zahl von einer halben Milliarde stammt.
  • 21. Oktober 2025: Artifacts unterstützen MCP und dauerhaften Speicher. Über einen Connector liest und schreibt ein Artifact seitdem in Diensten wie Asana, Google Kalender oder Slack.
  • 17. April 2026: Claude Design erscheint und erzeugt Entwürfe, die als Artifact gespeichert werden.
  • 18. Juni 2026: Der Programmier-Agent Claude Code veröffentlicht seine Arbeit als Artifact, z. B. als Dashboard oder Checkliste, die sich während der Sitzung selbst aktualisiert.
  • 19. August 2026: Die Live Artifacts aus der Agenten-Umgebung Claude Cowork lassen sich laut der Anthropic-Hilfe zu Artifacts in Claude Cowork nicht mehr neu anlegen. Bestehende laufen weiter, lassen sich aber nicht mehr bearbeiten.
  • 16. September 2026: Anthropic führt Chat und Cowork zu einer Oberfläche zusammen und ergänzt Claude Docs und Claude Slides (siehe One Claude: Cowork, Docs, Slides und Design in einem Chat).

Ein KI-gestütztes Artifact verlangt von jedem Betrachter die Anmeldung mit dem eigenen Claude-Konto. Der Verbrauch zählt gegen das Nutzungslimit des Betrachters. Der Ersteller zahlt nichts, ob 10 oder 10.000 Menschen das Artifact verwenden (so Anthropics Hilfeseite zu Artefakten). API-Schlüssel benötigt niemand.

Der dauerhafte Speicher fasst 20 MB pro Artifact und nimmt nur Text auf, keine Bilder und keine Dateien. Es gibt ihn in den bezahlten Tarifen im Web und in der Desktop-App. Anthropic trennt zwei Bereiche. Im persönlichen Speicher sieht jeder Nutzer nur seine eigenen Einträge, z. B. in einem Tagebuch-Artifact. Im geteilten Speicher sehen alle Nutzer dieselben Daten, z. B. in einer gemeinsamen Aufgabenliste. Vor der ersten Eingabe in ein Artifact mit geteiltem Speicher erscheint ein Bestätigungsdialog. Bei älteren, im Chat entstandenen Artifacts arbeitet der Speicher erst nach dem Veröffentlichen. Neue Artifacts speichern auch ohne.

Ein Artifact unterscheidet sich von der Datei-Erstellung im Ort. Seit September 2025 erzeugt Claude auf Wunsch fertige Excel-, Word-, PowerPoint- und PDF-Dateien zum Herunterladen. Das Artifact bleibt dagegen in Claude und hat eine eigene Adresse.

Beim Teilen unterscheidet Anthropic derzeit zwei Systeme, weil die neue Claude-Oberfläche schrittweise ausgerollt wird (zuerst in Pro und Max). Die Anthropic-Hilfeseite zum Veröffentlichen und Teilen von Artifacts beschreibt beide.

  • Bisheriges System (im Chat veröffentlichte Artifacts, Tarife Free, Pro und Max): Das Veröffentlichen erzeugt einen öffentlichen Link, den jeder ohne Claude-Konto öffnen kann. Ein Einbettungscode bringt das Artifact auf die eigene Website. Der Ersteller gibt dafür die erlaubten Domains an. Zurückziehen ist endgültig. Dasselbe Artifact lässt sich danach nicht erneut veröffentlichen, und sein dauerhafter Speicher ist gelöscht.
  • Neues System (neue Oberfläche, Claude Design, Slides, Docs und Claude Code): Claude speichert Artifacts im Konto. Wer sie öffnen will, benötigt ein eigenes Claude-Konto. Pro und Max kennen die Stufen „nur ich“ und „jeder mit dem Link“. Team und Enterprise haben stattdessen drei Stufen: „nur eingeladene Personen“, „alle in der Organisation“ und „jeder mit dem Link“. Dort lassen sich Kollegen auch als Kommentierende oder Bearbeiter eintragen. Alle bezahlten Tarife können einzelne Personen außerdem per E-Mail einladen (Beta, bis zu 50 externe Personen pro Artifact). Bei Enterprise muss ein Owner den Link nach außen erst unter „Organization settings“ im Bereich „Artifacts“ mit dem Schalter „External sharing“ erlauben.

Ein Artifact, das Connectoren nutzt oder selbst Claude aufruft, bekommt im neuen System keinen Link für jedermann. In Team und Enterprise lässt es sich an Kollegen in der Organisation weitergeben. Bei Personen, die von außerhalb der Organisation per E-Mail eingeladen sind, funktionieren die Teile mit Claude oder Connectoren nicht.

Hinweise der Hilfeseite zur Vertraulichkeit:

  • Anhänge wandern mit. Wer ein im Chat entstandenes Artifact teilt, gibt den Betrachtern auch Zugriff auf die Anhänge und Dateien der Unterhaltung, in der es entstanden ist.
  • Betrachter nutzen ihre eigenen Zugänge. Ein Artifact mit Connector nutzt die Konten des Betrachters, nicht die des Erstellers. Fehlt dem Betrachter der Zugang, zeigt das Artifact an dieser Stelle einen Fehler.
  • Gespeicherte Eingaben können für alle sichtbar sein. Manche Artifacts legen Einträge so ab, dass jeder Betrachter sie sieht, z. B. in einer gemeinsamen Liste.
  • Fremde Artifacts sind fremder Code. Anthropic rät, nur Artifacts von vertrauenswürdigen Personen weiterzuentwickeln, und vergleicht sie mit der Datei eines unbekannten Absenders.

Laut einem TechCrunch-Bericht über geteilte Claude-Chats und Artifacts bei Google vom 27. Juli 2026 waren öffentlich geteilte Links in der Google-Suche auffindbar. Anthropic-Sprecherin Amie Rotherham erklärte dazu, geteilte Inhalte seien öffentlich zugänglich wie andere Webinhalte und könnten von Drittdiensten archiviert werden.

Ein Artifact ist laut der Claude-Code-Dokumentation zu Artifacts eine statische Seite ohne eigenen Server. Claude lädt jedes Artifact von einer abgeschotteten Adresse unter claudeusercontent.com, also in einer Sandbox. Eine strenge Content Security Policy (Sicherheitsregel, die der Browser durchsetzt) blockiert externe Bilder und fast alle fremden Skripte. JavaScript-Bibliotheken wie React oder ein Diagramm-Paket darf die Seite nur von vier festgelegten Adressen laden, darunter cdnjs und jsDelivr. Aufrufe ins Netz erreichen nur die eigene Adresse und die Schrift-Server von Google Fonts. Connector-Aufrufe laufen über claude.ai. Die fertige Seite darf höchstens 16 MiB groß sein. Ein Artifact kann seine Besucher nicht selbst anmelden.

Artifacts erscheinen nur, wenn die Option „Cloud-Code-Ausführung und Dateierstellung“ aktiv ist (englisch „Cloud code execution and file creation“). In Free, Pro und Max steht sie unter „Einstellungen > Funktionen“, in Team und Enterprise unter „Organisationseinstellungen > Funktionen“.

Verfügbarkeit nach Tarif (Stand September 2026):

  • Alle Tarife einschließlich Free: Artifacts erstellen, ansehen und bearbeiten.
  • Pro, Max, Team und Enterprise: außerdem Connector-Anbindung über MCP und dauerhafter Speicher (beides im Web und in der Desktop-App), Artifacts aus Claude Code sowie Claude Design, Slides und Docs (Beta). Bei Enterprise sind die drei Werkzeuge aus, bis ein Owner sie einschaltet.
  • Team und Enterprise: Teilen innerhalb der Organisation mit Bearbeiter-Rolle. Für Artifacts aus Claude Code nennt die Dokumentation außerdem einstellbare Aufbewahrungsfristen und Einträge im Audit-Log.
  • Apps für iOS und Android: Artifacts anfordern und ansehen. Vorlagen, Bearbeiten und Freigabe-Einstellungen gibt es nur im Web und in der Desktop-App.

Artifacts zählen gegen das Nutzungslimit des Tarifs. Den aktuellen Funktionsumfang je Tarif zeigt die Preisseite von Claude.

Die Gegenstücke der anderen Anbieter (Stand September 2026):

  • Microsoft (Copilot-Seiten): Microsoft kündigte Copilot Pages am 16. September 2024 an und nannte sie im Blogbeitrag zu Microsoft 365 Copilot Wave 2 „the first new digital artifact for the AI age“. Eine Seite entsteht aus einer Antwort von Copilot. Mehrere Personen bearbeiten sie gleichzeitig.
  • OpenAI (Canvas, heute Schreib- und Codeblöcke): ChatGPT Canvas startete im Oktober 2024 als Fenster neben dem Chat und lernte später Python-Ausführung, HTML- und React-Vorschau und das Teilen. Mit dem Update vom 28. Mai 2026 entfernte OpenAI Canvas aus den aktuellen Modellen. Nur ältere Modelle behielten es übergangsweise. Der Nachfolger zeigt laut der OpenAI-Hilfe zu Schreib- und Codeblöcken HTML-Seiten, React-Komponenten, SVG-Grafiken und Diagramme direkt in der Antwort von ChatGPT an. Wie Canvas zum Start aussah, zeigt der Artikel Canvas von OpenAI.
  • Google (Gemini Canvas): Google startete Canvas am 18. März 2025. Die deutsche Gemini-Hilfe zu Canvas nennt Dokumente, Apps, Präsentationen und Code. Aus einem Canvas-Dokument erzeugt Gemini auch Webseiten, Quizze, Infografiken und Audio-Zusammenfassungen. Texte gehen per Export nach Google Docs, Python-Code nach Colab.
  • Mistral (Canvas): Seit dem 18. November 2024 im Chat-Assistenten Le Chat, der heute Vibe heißt. Mehrere Canvas-Reiter pro Chat sind möglich. Präsentationen entstehen im Textformat Marp und lassen sich als PowerPoint exportieren.
  • Perplexity: Die Funktion „Create files and apps“ (bis Februar 2026 Perplexity Labs) erzeugt Berichte, Tabellen, Dashboards und einfache Web-Apps und legt sie als Dateien zum Herunterladen ab.
  • Open Source: Die selbst gehostete Oberfläche Open WebUI hat eine Funktion namens Artifacts und nennt in ihrer Dokumentation zu Open WebUI Artifacts Claude ausdrücklich als Vorbild. LibreChat bietet Artifacts als Werkzeug an, das pro Agent zugeschaltet wird.

Grok Studio von xAI gehörte ab 2025 zu dieser Reihe. Die xAI-Dokumentation führt es heute als nicht mehr unterstützt und verweist auf Grok Build.

Artefakt kommt aus dem Lateinischen (arte factum, mit Kunstfertigkeit gemacht) und meint etwas Hergestelltes. Weitere Bedeutungen bei KI:

  • Bildartefakte: sichtbare Fehler in einem Bild. Bei komprimierten Bildern sind das Blockmuster, Ringe an Kanten und Unschärfe. Bei Bildern aus einem Diffusionsmodell führt eine auf der Konferenz CHI 2025 vorgestellte Studie zu Artefakten in KI-generierten Bildern anatomische Fehler als eigene Kategorie, z. B. Hände mit zu vielen oder zu wenigen Fingern.
  • Artefakte im Modelltraining (MLOps): die Dateien, die ein Trainingslauf hinterlässt. Die MLflow-Dokumentation zum Tracking nennt als Beispiele Modellgewichte und Bilder. Google zählt in Vertex AI auch Datensätze und Trainingsprotokolle dazu.
  • Artifacts in Agenten-Protokollen: Im Protokoll Agent2Agent (A2A) heißt das Ergebnis, das ein KI-Agent für eine Aufgabe abliefert, Artifact. Nachrichten dienen dort nur der Verständigung. Googles Entwicklungsumgebung Antigravity nennt die Pläne, Code-Vergleiche und Browser-Aufzeichnungen ihrer Agenten ebenfalls Artifacts.

Artifacts bei KI/AI (Claude Artifacts, Artefakte neben dem Chat) für Unternehmen und Handwerker:

Ein Artifact ersetzt im Handwerksbetrieb das kleine Tool, für das sich eine Softwarelizenz oder ein Programmierer nie gelohnt hat. Der Auftrag an Claude ist ein normaler Satz. Das Ergebnis läuft im Browser auf dem Büro-PC und auf dem Handy auf der Baustelle. In Anthropics Tutorial zu Artifacts ohne Programmierkenntnisse beschreibt ein Kleinunternehmer seinen Ablauf und bekommt ein passendes Werkzeug für die Lagerverwaltung.

  • Materialrechner fürs eigene Gewerk: Ein Fliesenleger lässt Claude einen Rechner bauen, der aus Raummaßen, Fliesenformat und Verlegemuster die Stückzahl samt Verschnitt, Kleber und Fugenmasse ermittelt. Die Zuschläge des Betriebs stehen fest im Artifact. Der Geselle tippt nur die Maße ein. Dasselbe funktioniert für Heizlast-Überschläge, Farbmengen oder Dachflächen.
  • Wochenübersicht der Baustellen: In den Tarifen Team und Enterprise liest ein Artifact über den Connector den Google Kalender und zeigt pro Baustelle, wer wann wo eingeplant ist. Jeder Mitarbeiter, der die Übersicht öffnet, sieht nur das, worauf sein eigenes Konto Zugriff hat. In Pro und Max dient ein Artifact mit Connector primär dem Inhaber selbst. Bei Personen, die von außerhalb einer Organisation eingeladen sind, funktionieren Connector-Teile laut Anthropic-Hilfe nicht.
  • Gemeinsame Listen: In einem bezahlten Tarif dient ein veröffentlichtes Artifact mit geteiltem Speicher als Ausleihliste für Maschinen und Anhänger oder als Mängelliste für die Abnahme. Der Speicher nimmt nur Text auf. Fotos vom Mangel gehören weiter in die Handwerkersoftware oder den Cloud-Ordner.
  • Antwort-Assistent im Firmenton: Ein KI-gestütztes Artifact bekommt einmal die Leistungen, das Einzugsgebiet und den Ton des Betriebs. Die Bürokraft fügt danach eine Kundenanfrage ein und erhält einen Antwortentwurf. Der Verbrauch läuft über das Claude-Konto der Person, die das Artifact benutzt. An Kollegen weitergeben lässt es sich in der neuen Claude-Oberfläche nur in Team und Enterprise.
  • Angebotsmappe und Unterweisung: Claude Slides und Claude Docs gibt es als Beta in den bezahlten Tarifen. Claude Slides baut aus Stichpunkten eine Präsentation für den Kundentermin und exportiert sie als PowerPoint oder PDF. Claude Docs erstellt die Arbeitsanweisung für neue Mitarbeiter, die das Team gemeinsam mit Claude weiterschreibt.

Für den Anthropic Education Report zur Claude-Nutzung von Lehrenden hat das Unternehmen rund 74.000 Unterhaltungen ausgewertet. Hochschullehrende bauen demnach mit Artifacts Simulationen, Quizze mit automatischer Rückmeldung und Bewertungsraster. Innungen, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe bauen auf demselben Weg ein Lern-Quiz zur Gesellenprüfung.

Regeln für den Betrieb:

  • Vor dem Teilen die Unterhaltung prüfen. Bei einem im Chat entstandenen Artifact erhalten die Betrachter auch Zugriff auf die hochgeladenen Anhänge, also z. B. auf das Kundenaufmaß oder die Preisliste.
  • Keine personenbezogenen Daten von Kunden in ein Artifact mit öffentlichem Link schreiben. Solche Links sind bereits in der Google-Suche aufgetaucht.
  • Jeden Rechner einmal mit einem bekannten Auftrag gegenrechnen. Claude schreibt die Formeln selbst und kann sich irren (siehe Halluzination).
  • Ein im Chat veröffentlichtes Artifact mit gespeicherten Daten nicht leichtfertig zurückziehen. Der Speicher ist danach gelöscht, und dasselbe Artifact lässt sich nicht erneut veröffentlichen.
  • Einen Rechner für die eigene Website nur planen, wenn das Konto noch das bisherige Veröffentlichen aus dem Chat anbietet. Nur dieser Weg liefert den Einbettungscode und einen Link, den Besucher ohne Claude-Konto öffnen können.

Ein Artifact ist kein Ersatz für die Branchensoftware. Rechnungen, Kundendaten, Zeiterfassung und alles mit Aufbewahrungspflicht gehören in ein System mit Datensicherung, Rechteverwaltung und Support. Ein Artifact ersetzt dagegen den Rechner, die Übersicht und die Liste, die bisher in einer Excel-Datei auf einem einzelnen PC lagen.

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