ChatGPT Pro Pause:
OpenAI stoppt das 200-Dollar-Abo wegen Astra

Wir denken. KI tippt mit.

Lesezeit: 14 Minuten
Veröffentlicht: 15.09.2026
Aktualisiert: 11.10.2026
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Markus Schulte

AI Solution Development, Autor

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Die ChatGPT Pro Pause gilt seit dem 10. September 2026. OpenAI nimmt seitdem keine neuen Abonnements und keine Upgrades für den Pro‑Tarif zu 200 US‑Dollar im Monat an. Grund ist die Nachfrage nach GPT‑6 Astra, dem am 3. September gestarteten Spitzenmodell (Preise und Tariflimits im Release-Artikel zu GPT‑6 Astra). Thibault „Tibo“ Sottiaux, der bei OpenAI die Kernprodukte ChatGPT und Codex verantwortet, kündigte den Schritt auf X an. Der Pro‑Tarif zu 100 US‑Dollar, Plus, Go, Business, Enterprise und die API bleiben buchbar. Bestehende Pro‑200‑Abos laufen weiter.

Update (30. September 2026): Die Pause ist vorbei. OpenAI nimmt seit dem DevDay am 29. September wieder neue Pro-200-Abos an, Neukunden bekommen aber ein geringeres Kontingent als vorher. Wer am Stichtag ein Pro-200-Abo hatte, behält das alte Kontingent bis zum 29. Oktober 2026. Neu ist Pro 500 für 500 $ im Monat mit Astra Ultrafast, seitdem die teuerste von 18 Bezahlstufen im KI-Abo Vergleich 2026. Die ebenfalls neuen dots bekommen Pro-Abonnenten im Europäischen Wirtschaftsraum zum Start nicht (alle Ankündigungen des OpenAI DevDay 2026). Die deutsche Preisseite führte den dot am 2. Oktober trotzdem in der Pro-Spalte, ohne Hinweis auf den Ausschluss (OpenAI dots: Funktionen, Preise und Risiken). Rechnerisch kostet eine Plus-Einheit Kontingent seitdem in jeder Pro-Stufe 20 $, beim alten Pro 200 waren es 10 $ (ChatGPT Pro 200 vs 500: Was der Aufpreis bringt).

Update 7. Oktober 2026: Seit dem 5. Oktober läuft Sottiauxs Serie 28 Days of Shipping 2026 mit täglichen Updates für Codex und ChatGPT. Jeden Tag ohne spürbare Verbesserung will er mit einem Reset der Nutzungslimits bezahlen. Nach Tag 2 kam der erste Reset, obwohl OpenAI an diesem Tag vier Dinge geliefert hatte.

Was seit dem 10. September gesperrt ist und was buchbar bleibt

Laut der OpenAI-Hilfeseite zu den ChatGPT-Pro-Tarifen sperrt OpenAI Neuanmeldungen und Upgrades auf Pro 200 $ (intern „Pro 20X“), und zwar aus allen Stufen darunter, also aus Free, Go, Plus und Pro 100 $. Der Hinweis ist auf den 10. September 2026 datiert. Wer sein Pro‑200‑Abo kündigt oder eine Herabstufung plant, behält den Tarif bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums und kann die Änderung bis dahin in den Abrechnungseinstellungen zurücknehmen. Danach gibt es keinen Weg zurück, wörtlich „bis die Pause aufgehoben wird“. Auch Aktionscodes für Pro 200 $ sind ausgesetzt. Eine Warteliste wie 2023 nennt die Seite nicht, ein Enddatum ebenfalls nicht.

Der ChatGPT Pro Anmeldestopp trifft nur die oberste Stufe. Pro 100 $ (intern „Pro 5X“) bleibt buchbar. In Deutschland zeigt die deutsche ChatGPT-Preisseite dafür 103 Euro im Monat inklusive 16,45 Euro Mehrwertsteuer. Der Umschalter auf die Stufe 20X ist dort ausgegraut. Beim Überfahren erscheint der Hinweis „Der 20X-Tarif ist vorübergehend nicht zum Kauf verfügbar.“ Der Unterschied zwischen beiden Pro‑Stufen ist laut OpenAI allein das Nutzungskontingent (die fünffache Menge von Plus gegen die zwanzigfache). Ein Upgrade von Plus auf Pro 100 $ geht weiterhin über die Preisseite oder die Kontoeinstellungen.

Screenshot der ChatGPT-Preisseite zeigt Pro-Kachel mit Umschalter 5x/20x, roter Pfeil und Rahmen markieren Tooltip, dass ChatGPT Pro 20X nicht verfügbar ist
Der Tarif-Umschalter auf der deutschen ChatGPT-Preisseite sperrt Pro 20X, Pro 5x bleibt für 103 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer buchbar. (Quelle: https://chatgpt.com/de-DE/pricing)

Auf einen Blick: Gesperrt und buchbare Abos OpenAI

Stand: 14. September 2026, Preise laut deutscher Preisseite, Tarifregeln laut OpenAI-Hilfe.

TarifStatusWas gilt
Pro 200 $ (Pro 20X)gesperrtKein Neuabschluss, kein Upgrade, auch nicht aus Pro 100 $; Aktionscodes ausgesetzt
Bestehendes Pro 200 $läuft weiterVerlängert sich normal; nach Kündigung oder geplatzter Zahlung kein Neuabschluss bis zum Ende der Pause
Pro 100 $ (Pro 5X)buchbar103 € im Monat, fünffache Nutzung von Plus, GPT‑6 Pro im Chat mit 50 Nachrichten pro Woche
Plusbuchbar23 € im Monat, Astra nur in ChatGPT Work und Codex mit begrenztem Kontingent, kein GPT‑6 Pro im Chat
Gobuchbar8 € im Monat, kein Astra, Standardmodell GPT‑5.6 Luna
Business, EnterprisebuchbarAstra je Sitz bzw. nach Freigabe durch den Workspace-Admin
APIoffenModell gpt‑6‑astra, 10 $ je Million Eingabe-Token, 50 $ je Million Ausgabe-Token
Screenshot der OpenAI-Hilfeseite zu ChatGPT Pro Tarifen mit Hinweiskasten zum ChatGPT Pro 200 Anmeldestopp seit 10. September 2026
Hinweiskasten der OpenAI-Hilfeseite zum ChatGPT Pro 200 Anmeldestopp seit dem 10. September 2026. (Quelle: https://help.openai.com/en/articles/9793128-about-chatgpt-pro-tiers)

Sottiaux begründete die Sperre am 10. September um 18:17 Uhr UTC damit, dass die 200‑Dollar‑Abos „die größte Last auf unsere Systeme“ legen. Man habe „den kleinsten Schritt“ gewählt, der weiterhin den breitesten Zugang erlaube. Alle anderen Abos und die API blieben verfügbar, bestehende Konten seien nicht betroffen, und OpenAI baue „so schnell wie möglich“ Kapazität auf.

Gut 36 Stunden zwischen Warnung und Sperre

Die Warnung kam am 9. September um 05:34 Uhr UTC, die Sperre folgte gut 36 Stunden später. Sottiaux schrieb, die Astra-Nachfrage sei „wirklich beispiellos“, OpenAI ziehe „alle möglichen Hebel“, und er habe so etwas noch nicht gesehen, obwohl das Unternehmen schon sehr steiles Wachstum durchlaufen habe. Vorrang behalte der Service für bestehende Nutzer. Der Beitrag kam laut X bis zum 14. September auf 9,4 Millionen Anzeigen und über 22.000 Likes, die Sperr-Ankündigung auf 8,9 Millionen Anzeigen und rund 17.000 Likes.

Demand for Astra is really unprecedented. We’re pulling all the levers possible to sustain the demand, but I’ve not seen anything like it until now and we went through very steep growth before. Priority will always be to keep excellent service for existing users, but we might have to pause new Pro subscriptions for a bit if this continues.
Thibault Sottiaux, OpenAI, auf X am 9. September 2026

Am selben Tag meldete die OpenAI-Statusseite zwei Vorfälle bei Pro- und Plus-Konten. Um 16:21 Uhr UTC (18:21 Uhr MESZ) begann „Increased Error Rate For Pro and Plus Plan Conversations“, um 17:54 Uhr UTC „Investigating unexpected usage limit resets“. Beide gelten als behoben. Astra, GPT‑6 oder Kapazität nennt die Statusseite in keinem Vorfallstitel.

Ein Rollout, den Sam Altman am 4. September selbst als „unordentlich“ bezeichnete, ging der Sperre voraus. Die Zeitleiste stammt aus der OpenAI-Hilfeseite zu den Astra-Kontingenten in Work und Codex, den X‑Beiträgen von Sottiaux und der Berichterstattung von TechCrunch zur Pro-Pause.

Datum (2026)Ereignis
3. SeptemberStart von GPT‑6 Astra, zunächst nur für eine begrenzte Zahl von Organisationen. Alle Plus‑, Pro‑ und Business-Kunden bekommen als Ausgleich eine gespeicherte Limit-Zurücksetzung (banked reset).
4. SeptemberSam Altman entschuldigt sich auf X für den „messy rollout“. Astra erreicht die Pro-Tarife, OpenAI veröffentlicht die GPT‑6‑Pro-Wochenlimits. Abends meldet Sottiaux den Rollout an alle Plus- und Business-Kunden in Work und Codex. Zweite gespeicherte Zurücksetzung.
7. SeptemberAutomatische Zurücksetzung der Limits für Plus, Pro und Business.
9. SeptemberSottiaux warnt vor einer möglichen Pro-Pause. Zwei Vorfälle auf der Statusseite (Fehlerrate bei Pro und Plus, unerwartete Limit-Zurücksetzungen).
10. SeptemberSperre für Neuabschlüsse und Upgrades auf Pro 200 $. Die Hilfeseite zu den Pro-Tarifen wird um den Pause-Hinweis ergänzt.
11. SeptemberFortune, CIO und t3n berichten; OpenAI beantwortet die Anfrage von Fortune nicht.

Die beiden Ausgleiche vom 3. und 4. September mussten Kunden selbst einlösen, die automatische Zurücksetzung vom 7. September wirkte dagegen sofort. Wer eine gespeicherte Zurücksetzung einlöst, verschiebt damit auch seinen wöchentlichen Reset-Termin.

Astra halbiert die Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster

Astra bekommt in jedem Tarif etwa halb so viele Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster wie GPT‑5.6 Sol. Das steht in der OpenAI-Hilfeseite zu den Astra-Kontingenten als geschätzte Spanne für Work und Codex. Plus-Kunden kommen mit Astra auf 5 bis 45 Nachrichten je Fenster statt 10 bis 100 mit Sol. Pro 100 $ liegt bei 25 bis 225 statt 50 bis 500, Pro 200 $ bei 100 bis 900 statt 200 bis 2.000. OpenAI betont, dass es sich nicht um feste Grenzen handelt, der tatsächliche Verbrauch hängt von Aufgabe, Ein- und Ausgabelänge, Denkstufe und Fast Mode ab. Wie das rollierende Fünf-Stunden-Fenster mit der Wochenquote zusammenspielt, erklärt der Artikel zum ChatGPT 5-Stunden-Limit seit dem 25. August.

Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster: GPT‑6 Astra gegen GPT‑5.6 Sol

Oberer Wert der von OpenAI geschätzten Spanne je Tarif, ChatGPT Work und Codex, Stand 14. September 2026

Quelle: OpenAI-Hilfeseite zu den Astra-Kontingenten in Work und Codex, Stand September 2026. Geschätzte lokale Nachrichten, keine festen Limits; der untere Wert der Spanne liegt jeweils bei einem Neuntel bis einem Zehntel des oberen.
Zahlen als Tabelle
TarifGPT‑6 AstraGPT‑5.6 Sol
Plus5 bis 4510 bis 100
Pro 100 $ (5X)25 bis 22550 bis 500
Pro 200 $ (20X)100 bis 900200 bis 2.000
Business Standard5 bis 4510 bis 100

Im Chat heißt Astra GPT‑6 Pro und hat eigene Grenzen. Pro 200 $ bekommt 200 Nachrichten pro Woche, Pro 100 $ und Business Premium je 50 pro Woche, Business Standard 15 pro Monat. Bei Pro 100 $ und Business teilen sich GPT‑6 Pro und GPT‑5.6 Sol Pro dieses Kontingent, bei Pro 200 $ gilt zusätzlich ein gemeinsames Tageslimit von 200 Nachrichten. Wer im Plus-Tarif ist, sieht GPT‑6 Pro im Chat gar nicht. Ist das Wochenkontingent bei Pro 200 $ aufgebraucht, schaltet ChatGPT automatisch auf GPT‑5.6 Thinking in der Stufe Medium um. Für zusätzliche Nutzung in Work und Codex verkauft OpenAI Credits, für Plus- und Pro-Konten je nach Land auch gekaufte Sofort-Zurücksetzungen des Nutzungslimits.

Tabelle mit GPT-6 Astra Nutzungslimits je Tarif für Plus, Pro 5x, Pro 20x, Standard Business und API Key, rot markierter Hinweistext oben zu variablen Limits
Geschätzte Nachrichten je Fünf-Stunden-Fenster in Work und Codex laut OpenAI, GPT‑6 Astra liegt in jedem Tarif bei etwa der Hälfte von GPT‑5.6 Sol. (Quelle: https://help.openai.com/en/articles/20001516-managing-usage-with-gpt-6-astra-in-work-and-codex)

Die Astra-Ankündigung von OpenAI stellt die Computerbedienung (Computer Use) in den Mittelpunkt. Das Modell füllt Formulare aus, pflegt CRM-Datensätze und testet Oberflächen, und zwar, wie Greg Brockman zum Start gegenüber Axios sagte, oft mit „übermenschlicher Geschwindigkeit“. Auf dem Benchmark OSWorld 2.0 erreicht Astra 72,6 Prozent in rund 40 Minuten je Aufgabe, GPT‑5.6 Sol 65,7 Prozent in rund 75 Minuten. Jede dieser Aufgaben besteht aus vielen Einzelschritten, und jeder Schritt verbraucht Token. In der API kostet Astra 10 US‑Dollar je Million Eingabe-Token und 50 US‑Dollar je Million Ausgabe-Token, der Fast Mode verdoppelt den Preis für bis zu doppelte Geschwindigkeit.

OpenAI rät in der Hilfe zur niedrigen Denkstufe. Astra auf Low könne Sol auf High übertreffen. Wer mit Sol auf High gute Ergebnisse hatte, solle Astra auf Low oder Medium starten. Höhere Denkstufen verbrauchen mehr Kontingent und liefern „nicht immer ein besseres Ergebnis“.

Rechenleistung: 0,2 Gigawatt 2023, 1,9 Gigawatt 2025

OpenAIs verfügbare Rechenleistung wuchs von 0,2 Gigawatt 2023 über 0,6 Gigawatt 2024 auf rund 1,9 Gigawatt 2025. Die Zahlen stammen aus einem OpenAI-Dokument für den China-Sonderausschuss des US-Repräsentantenhauses vom 12. Februar 2026. Dort schreibt das Unternehmen auch, begrenzte Rechenleistung verzögere weiterhin die Auslieferung neuer, gefragter Funktionen. Im selben Dokument nennt OpenAI über 800 Millionen regelmäßige Nutzer. Ende Februar meldete es 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer und über 50 Millionen zahlende Privatkunden, Ende Juli mehr als eine Milliarde aktive Nutzer über alle Produkte. Wie viele davon Pro-Kunden sind, nennt OpenAI nicht.

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Wachstum der Rechenleistung 2023 bis 2025
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Gigawatt mindestens aus den Deals mit Nvidia, AMD und Broadcom, Start ab dem 2. Halbjahr 2026
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Gigawatt Stargate-Kapazität vertraglich gesichert (April 2026), davon rund 0,3 in Betrieb
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Tage dauerte der Plus-Anmeldestopp im Winter 2023

Neue Systeme sind bestellt, sie gehen aber erst ab dem zweiten Halbjahr 2026 ans Netz. Die Nvidia-Absichtserklärung über mindestens 10 Gigawatt vom September 2025 sieht das erste Gigawatt auf der Vera-Rubin-Plattform für die zweite Jahreshälfte 2026 vor. Bei der AMD-Vereinbarung über 6 Gigawatt beginnt das erste Gigawatt mit MI450-Chips ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Broadcom-Partnerschaft über 10 Gigawatt eigener Beschleuniger soll im selben Zeitraum starten und bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Für Stargate meldete OpenAI Ende April 2026, das Ziel von 10 Gigawatt bis 2029 sei vertraglich bereits übertroffen, davon kamen mehr als 3 Gigawatt in den 90 Tagen davor. Laut einer Standortauswertung von Epoch AI läuft davon bislang nur der Standort Abilene in Texas mit rund 0,3 Gigawatt, die übrigen Standorte sind im Bau. Zusätzlich kommen 750 Megawatt Wafer-Scale-Systeme von Cerebras, gestaffelt bis 2028, auf deren Chips der Ultrafast-Modus für GPT‑5.6 Sol als API-Vorschau läuft.

Die Plus-Pause von 2023 dauerte 28 Tage

OpenAI hat schon einmal einen Tarif wegen Überlast geschlossen, und damals dauerte es 28 Tage. Nach dem ersten Entwicklertag am 6. November 2023 (GPT‑4 Turbo, Custom GPTs) stoppte Altman am 15. November die Neuanmeldungen für ChatGPT Plus zu 20 US‑Dollar, weil der Nutzungsanstieg „unsere Kapazität überschritten“ habe. Interessenten konnten sich in der App für eine Benachrichtigung eintragen. Am 13. Dezember 2023 öffnete er den Tarif wieder und bedankte sich für die Geduld, „während wir mehr GPUs gefunden haben“.

MerkmalPlus-Pause 2023Pro-Pause 2026
AuslöserDevDay am 6. November 2023 mit GPT‑4 Turbo und Custom GPTsStart von GPT‑6 Astra am 3. September 2026
Betroffener TarifChatGPT Plus, 20 $ im Monat, damals einziges AboChatGPT Pro 200 $, höchste von sechs Stufen
Angekündigt vonSam Altman auf X, 15. November 2023Thibault Sottiaux auf X, 10. September 2026
Vorwarnungkeinegut 36 Stunden vorher
Wartelisteja, Benachrichtigung in der Appkeine
AusweichtarifkeinerPro 100 $, Plus, Go, Business, API
Ende13. Dezember 2023, nach 28 Tagenoffen, „bis die Pause aufgehoben wird“

Zwischen beiden Pausen lagen weitere Bremsen. Am 9. Dezember 2024 schaltete OpenAI noch am Starttag der Videosoftware Sora die Kontoerstellung ab. Altman schrieb von höherer Nachfrage als erwartet. Am 27. März 2025 folgten Ratenlimits für die neue Bildgenerierung in ChatGPT, weil laut Altman „unsere GPUs schmelzen“. Und im Januar 2025, einen Monat nach dem Start des 200‑Dollar‑Tarifs, räumte er ein, OpenAI verliere mit den Pro-Abos Geld, weil die Kunden das Modell viel stärker nutzten als erwartet. Eine Analyse von SemiAnalysis vom Juni 2026, über die TechSpot zur Wirtschaftlichkeit der KI-Abos berichtete, beziffert den API-Gegenwert eines voll ausgeschöpften Pro‑20X‑Abos auf bis zu 14.000 US‑Dollar im Monat. Schon ab 5,7 Prozent Auslastung bringe der Tarif OpenAI eine negative Bruttomarge.

Bhupendra Chopra, Vertriebschef des Beratungshauses Kanerika, sagte gegenüber CIO zur Pro-Pause bei OpenAI, Spitzenkapazität werde weiterhin rationiert, und riet Einkäufern, sich zugesicherten Durchsatz, Regeln für Lastspitzen und Ausweichmodelle vertraglich bestätigen zu lassen.

Consumer power users are the release valve. Enterprise contracts are what the vendor protects.
Bhupendra Chopra, Kanerika, gegenüber CIO am 11. September 2026

Anthropic und Google drosseln 2026 ebenfalls

Anthropic verschärfte am 26. März die Fünf-Stunden-Limits für Free, Pro und Max in den Spitzenzeiten zwischen 5 und 11 Uhr pazifischer Zeit. Betroffen waren laut Anthropic-Mitarbeiter Thariq Shihipar auf X rund 7 Prozent der Nutzer, und das nur an Werktagen. Am 6. Mai verdoppelte Anthropic die Fünf-Stunden-Limits von Claude Code und strich dort die Spitzenzeiten-Kürzung für Pro und Max. In der Anthropic-Mitteilung zu den höheren Limits begründet das Unternehmen den Schritt mit mehr als 300 Megawatt neuer Kapazität mit über 220.000 Nvidia-GPUs aus dem SpaceX-Rechenzentrum Colossus 1. Wie Anthropic Rechenzentren einkauft, zeigt der Artikel zum Anthropic-Nscale-Deal über 460 Megawatt.

Google stellte die Gemini-App Mitte Mai auf ein Limit-System um, das die verbrauchte Rechenleistung zählt, und lockerte es nach Beschwerden am 28. Mai wieder. Die Gemini-Hilfeseite zu den Nutzungslimits behält sich Änderungen „wegen Kapazitätsengpässen“ ohne Vorankündigung vor. Laut einem Forbes-Bericht zu Googles Rechenknappheit rationierte Google seit etwa März sogar den Gemini-Zugriff des Großkunden Meta und mietete im Juni rund 110.000 Nvidia-GPUs in xAI-Rechenzentren an. Von den großen US-Anbietern hat bislang nur OpenAI ein ganzes Abo geschlossen. In China stoppte Moonshot AI im Juli 2026 neue Abos für Kimi K3, laut AFP wegen einer Nachfrage nahe der Kapazitätsgrenze. Beide Anbieter staffeln ihre Abos bei 20, 100 und 200 US‑Dollar im Monat, die Einzelheiten stehen im Vergleich Claude vs. ChatGPT 2026.

Wann OpenAI die Sperre aufhebt, ist offen. TechCrunch hält fest, dass das Unternehmen weder eine Dauer noch die Zahl der täglichen Anmeldungen nennt, und Fortune erhielt auf seine Anfrage keine Antwort. Sottiaux schrieb lediglich, OpenAI arbeite „so schnell wie möglich“ am Ausbau der Kapazität.

Häufige Fragen zur ChatGPT Pro Pause

Kann ich ChatGPT Pro während der Pause noch abonnieren?

Ja, aber nur die Stufe Pro 100 $ (in Deutschland 103 Euro im Monat). Sie enthält dieselben Funktionen wie Pro 200 $, nur mit der fünffachen statt der zwanzigfachen Nutzung von Plus. Ein Jahresabo oder eine Vorauszahlung für mehrere Monate bietet OpenAI für Go, Plus und Pro nicht an.

Was passiert, wenn ich mein Pro-200-Abo jetzt kündige?

Sie behalten Pro 200 $ bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums und können die Kündigung bis dahin in den Abrechnungseinstellungen zurücknehmen. Danach ist ein Neuabschluss erst nach dem Ende der Pause möglich. Dasselbe gilt, wenn eine Zahlung scheitert oder Sie eine Erstattung erhalten.

Bekomme ich GPT-6 Astra auch im Plus-Tarif?

Ja, aber nur in ChatGPT Work und Codex mit begrenztem Kontingent. Danach lassen sich Credits zukaufen. GPT‑6 Pro im normalen Chat bleibt Pro-, Business- und Enterprise-Kunden vorbehalten. Für Astra in Codex ist mindestens die CLI-Version 0.153.0 nötig, und die Desktop-App muss auf dem neuesten Stand sein.

Warum verbraucht Astra das Kontingent schneller als GPT-5.6 Sol?

Astra bearbeitet Aufgaben in vielen Einzelschritten, z. B. bei der Computerbedienung, und jeder Schritt kostet Token. OpenAI nennt als weitere Treiber lange Ein- und Ausgaben, hohe Denkstufen und den Fast Mode, der mehr Kontingent verbraucht. Der Rat von OpenAI lautet, Astra auf der Stufe „Low“ oder „Medium“ zu starten, weil es dort Sol auf „High“ übertreffen kann.

Wie lange dauert die ChatGPT Pro Pause?

OpenAI nennt kein Enddatum. Der einzige Vergleichsfall, der Plus-Anmeldestopp im Winter 2023, dauerte 28 Tage. Neue Rechenleistung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt, darunter das erste Gigawatt der Nvidia-Vera-Rubin-Systeme und das erste Gigawatt mit AMD-MI450-Chips.

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