Besten ChatGPT Alternativen 2026:
12 KI-Chatbots im Vergleich

Wir denken. KI tippt mit.

Lesezeit: 32 Minuten
Veröffentlicht: 12.09.2026
Aktualisiert: 09.10.2026
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Markus Schulte

AI Solution Development, Autor

Inhaltsverzeichnis
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Wer nach den besten ChatGPT Alternativen 2026 sucht, findet einen Markt, der sich binnen eines Jahres komplett verschoben hat. OpenAI zeigt seit Ende August Werbung im Gratis-Tarif, auch in Deutschland. Der teuerste ChatGPT-Tarif für 200 Dollar ist seit dem 10. September 2026 vorübergehend für Neukunden gesperrt. Gleichzeitig hat Google Gemini die Marke von einer Milliarde monatlicher Nutzer überschritten, Anthropic belegt mit Claude acht der ersten 15 Plätze im Arena-Leaderboard (Stand: 2. September 2026), und das französische Mistral AI hat am 8. September 2026 die größte Finanzierungsrunde eingesammelt, die es für ein europäisches Tech-Unternehmen je gab. Dieser Vergleich zeigt zwölf Alternativen mit Euro-Preisen, Gratis-Grenzen, Serverstandort und Trainings-Opt-out, dazu offene Modelle für den eigenen Rechner. Alle Angaben stammen von den offiziellen Anbieterseiten, Stand 11. September 2026.

Was ChatGPT im September 2026 kostet und wo es hakt

ChatGPT kostet in Deutschland 0, 8, 23 oder ab 103 Euro im Monat, und die stärksten Modelle bekommen nur die beiden teuren Stufen. Auf der deutschen ChatGPT-Preisseite stehen die Tarife Free, Go, Plus und Pro. OpenAI schreibt in der Hilfe zu GPT-5.6 in ChatGPT wörtlich, dass Free- und Go-Nutzer das Modell GPT-5.6 Luna erhalten und keinen Zugriff auf GPT-5.6 Sol haben. Das neue Spitzenmodell GPT-6 Astra vom 3. September 2026 steht Plus-Kunden laut derselben Hilfeseite nur in ChatGPT Work und Codex zur Verfügung. Die Preisseite spricht von „eingeschränktem“ Zugang. Die Pro-Variante des Modells bleibt rationiert (50 Nachrichten pro Woche im Pro-Tarif für 100 Dollar).

Update (30. September 2026): Seit dem OpenAI DevDay ist Pro 200 wieder buchbar, und Pro 500 für 500 $ ist neu. Über ChatGPT, Claude, Gemini und Grok hinweg reicht die Spanne damit von 4,99 € für Google AI Plus bis 500 $, 18 Bezahlstufen zählt der KI-Abo Vergleich 2026.

TarifPreis (DE)Modelle im ChatWerbungTraining mit Chats
Free0 €GPT-5.6 Lunaja, seit Ende August 2026Standard an, abschaltbar
Go8 €/MonatGPT-5.6 LunajaStandard an, abschaltbar
Plus23 €/MonatGPT-5.6 Sol (Denkstufen Medium und High); GPT-6 Astra laut Hilfe nur in Work und Codex, laut Preisseite „eingeschränkt“neinStandard an, abschaltbar
Proab 103 €/Monatalle, GPT-6 Pro mit 50 Nachrichten/Woche (100-Dollar-Stufe)neinStandard an, abschaltbar
Business21 €/Monat (jährlich) oder 26 €/Monatalle, GPT-6 Pro mit 15 Nachrichten/Monat (Standard-Lizenz)neinStandard aus
Quelle: ChatGPT-Preisseite Deutschland und OpenAI-Hilfe zu ChatGPT Pro, Stand 11.09.2026. Die 200-Dollar-Stufe von Pro nahm vom 10.09. bis 29.09.2026 keine Neukunden an.
Screenshot der ChatGPT Preise Deutschland mit vier Tarifen: Free 0 Euro, Go 8 Euro, Plus 23 Euro und Pro ab 103 Euro pro Monat
Übersicht der ChatGPT Preise Deutschland für die Tarife Free, Go, Plus und Pro (Stand 11. September 2026). (Quelle: https://openai.com/de-DE/chatgpt/pricing/)

ChatGPT Werbung in Deutschland läuft seit Ende August 2026. OpenAI hat am 18. August 2026 die Ausweitung der ChatGPT-Werbung auf 31 europäische Länder angekündigt, Deutschland und Österreich sind namentlich genannt. Anzeigen erscheinen laut OpenAI-Hilfe zu Anzeigen in ChatGPT nur in den Tarifen „Free“ und „Go“, unterhalb der Antwort und als „gesponsert“ gekennzeichnet. Personalisierte Anzeigen gibt es im Europäischen Wirtschaftsraum zunächst nicht, die Auswahl folgt dem Kontext des laufenden Chats.

Beim Datenschutz gilt für alle vier Privattarife dieselbe Voreinstellung. ChatGPT trainiert mit den Unterhaltungen, „sofern Sie nicht widersprechen“, so formuliert es OpenAI in der Erklärung zur Nutzung von Daten für das Modelltraining. Der Schalter dafür liegt in den Einstellungen unter Datenkontrollen („Für alle verbessern“). Alternativ lässt sich der Widerspruch über das Privacy-Portal von OpenAI einreichen. Die EU-Datenschutzrichtlinie von OpenAI (Stand: 24. August 2026) nennt als Verarbeitungsort Server außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, unter anderem in den USA. Eine Datenresidenz in Europa bietet OpenAI nur für die API, ChatGPT Enterprise und ChatGPT Edu an. Die Daten der Tarife Free, Go, Plus und Pro liegen in den USA.

Die Statusseite von OpenAI weist für die Monate Juni bis September 2026 eine ChatGPT-Verfügbarkeit von 99,64 Prozent aus, gegenüber 99,94 Prozent für die API. Allein zwischen dem 1. und 11. September stehen in der Störungshistorie Einträge zu erhöhten Fehlerraten für Nutzer in Europa, zu unerwartet zurückgesetzten Nutzungslimits, zu fehlgeschlagenen Datei-Uploads und zum Ausfall am 3. September 2026, dem Starttag von GPT-6 Astra. Das 5-Stunden-Limit kommt seit dem 25. August 2026 hinzu, die Preisseite bewirbt die Business-Premium-Lizenz ausdrücklich mit dem Zusatz „ohne 5-Stunden-Limit“.

Welche KI-Chatbots die Deutschen 2026 nutzen

71 Prozent der deutschen KI-Nutzer verwenden ChatGPT, jeder Zweite Gemini und nur jeder Zwanzigste Claude. Das ergibt die repräsentative Bitkom-Befragung zur KI-Nutzung in Deutschland unter 1.003 Personen ab 16 Jahren, veröffentlicht am 28. April 2026. 58 Prozent der Befragten nutzen KI überhaupt, 34 Prozent mindestens wöchentlich, 15 Prozent täglich. Auffällig ist der Abstand zwischen Verbreitung und Leistung. Claude führt die Leaderboards an und landet in der Nutzung auf dem vorletzten Platz.

Welche KI-Anwendungen die Deutschen nutzen

Anteil der KI-Nutzenden ab 16 Jahren, die den jeweiligen Dienst verwenden (Mehrfachnennung), Befragung Februar/März 2026

Quelle: Bitkom-Presseinformation vom 28. April 2026, repräsentative Telefonbefragung von 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.
Zahlen als Tabelle
DienstAnteil der KI-Nutzenden
ChatGPT71 %
Gemini50 %
Microsoft Copilot43 %
Meta AI35 %
DeepSeek8 %
Perplexity7 %
Grok6 %
Claude5 %
Le Chat (Mistral)4 %

Weltweit schrumpft der Vorsprung von ChatGPT schneller als in Deutschland. Der Marktforscher Similarweb zählte im Mai 2026 die Besuche auf den sieben großen Chatbot-Websites. Laut der Auswertung der Similarweb-Daten durch PPC Land entfielen 52,7 Prozent davon auf ChatGPT, 27,3 Prozent auf Gemini und 8,9 Prozent auf Claude. Im Juni 2025 lag ChatGPT nach der Similarweb-Übersicht zu generativer KI noch bei rund 76 Prozent. OpenAI nannte laut TechCrunch-Bericht vom 27. Februar 2026 900 Millionen wöchentliche Nutzer, Google meldete im Quartalsbericht vom 22. Juli 2026 950 Millionen monatliche Nutzer der Gemini-App und am 11. August 2026 eine Milliarde. Die beiden Zahlen messen Verschiedenes, wöchentliche gegen monatliche Nutzer, und lassen sich nicht direkt vergleichen.

0
Millionen wöchentliche ChatGPT-Nutzer (OpenAI, Februar 2026)
0
der deutschen KI-Nutzer verwenden ChatGPT (Bitkom, April 2026)
0
der Deutschen ab 16 nutzen KI (Bitkom, April 2026)

12 ChatGPT Alternativen 2026 im Überblick

Die Alternativen zu ChatGPT unterscheiden sich am deutlichsten bei Preisen und Datenschutz. Nur drei der zwölf Anbieter nennen auf ihren deutschen Preisseiten Euro-Beträge, die übrigen rechnen in US-Dollar oder Yuan ab. Die Tabelle fasst zusammen, was die offiziellen Seiten am 11. September 2026 ausweisen. Die Spalte „Training“ beschreibt die Voreinstellung für Privatkonten, also ob der Anbieter Chats ohne Zutun des Nutzers zum Modelltraining verwendet.

AnbieterSitzGratisStandard-AboTraining (Privatkonto)Daten liegen in
Claude (Anthropic)USA, EU-Sitz Dublinja, Sonnet 5.5 und Haiku 4.5Pro 18 €Schalter „Help improve Claude“, nach Berichten vorausgewähltUSA
Gemini (Google)USA, EU-Sitz Dublinja, 32.000 Token KontextAI Pro 21,99 €an, solange „Gemini-Apps-Aktivitäten“ läuftnicht angegeben
Copilot (Microsoft)USA, EU-Sitz Dublinja, Limits nicht beziffertMicrosoft 365 Premium 22 €an mit Opt-out; für den EWR laut Microsoft seit August 2024 ausgesetztnicht angegeben (Privatkonten)
Vibe, ehemals Le Chat (Mistral)Frankreichja, mit Websuche und BildernPro 14,99 $ (ohne Steuern)an, abschaltbarEU (Frankreich, Schweden)
PerplexityUSAja, 3 Pro-Suchen/TagPro 17 $ (jährlich)an, Opt-out ab ProUSA
Grok (SpaceXAI)USAja, ohne BildgenerierungSuperGrok 30 $an, abschaltbarUSA
DeepSeekChinaja, ohne Abo-Modellkein Consumer-Aboan, kein SchalterVolksrepublik China
Kimi (Moonshot AI)ChinajaAbos in Yuanan, kein SchalterChina
Qwen Studio (Alibaba)Singapur/Chinaja, ohne Abo-Modellkein Consumer-Aboan, kein SchalterSingapur und China
Meta AIUSA, EU-Sitz Dublinja, in WhatsApp und als Appkein Aboöffentliche Beiträge seit Mai 2025, Widerspruch möglichnicht angegeben
Lumo (Proton)SchweizjaPlus rund 12,99 €nein, verschlüsseltEuropa
OpenRouterUSAja, Gratis-ModelleGuthaben, keine Abo-Pflichtje nach Modellanbieterje nach Modellanbieter
Quellen: offizielle Preis- und Datenschutzseiten der Anbieter, verlinkt in den Einzelabschnitten, Stand 11.09.2026. Dollar-Preise verstehen sich ohne die deutsche Mehrwertsteuer.

Claude: Leaderboard-Spitze für 18 Euro, aber ohne Bildgenerierung

Claude von Anthropic ist die Alternative mit den stärksten Modellen und den wenigsten Nutzern in Deutschland. Die Gratis-Stufe enthält laut Claude-Preisseite ein Sonnet-Modell und das schnelle Haiku 4.5. Seit dem 28. September 2026 ist das Claude Sonnet 5.5, das laut Anthropics Produktseite zu Claude Sonnet jeder auf Claude.ai nutzen kann. Das Spitzenmodell Claude Fable 5.1 vom 1. September 2026 und Claude Opus 5.5 vom 22. September 2026 gibt es ab dem Pro-Tarif, Fable dort mit der Hälfte der Wochenlimits. Die deutsche Preisseite von Claude zeigt Besuchern aus Deutschland Euro-Beträge. Pro kostet 18 Euro monatlich oder 15 Euro bei Jahreszahlung (180 Euro im Voraus), Max beginnt bei 90 Euro im Monat. Auf der englischen Seite stehen 20, 17 und 100 US-Dollar, jeweils ohne Steuern.

Screenshot der deutschen Claude-Preisseite mit Claude Pro Preis von 18 Euro monatlich oder 15 Euro bei Jahreszahlung neben den Tarifen Free und Max ab 90 Euro
Deutsche Claude-Preisseite mit dem Claude Pro Preis von 18 Euro monatlich, 15 Euro bei Jahreszahlung und Max ab 90 Euro. (Quelle: https://claude.com/de/pricing)

Bilder erzeugen kann Claude nicht, die Funktion fehlt in der offiziellen Funktionsübersicht. Dafür stehen Websuche, Projekte, Artefakte, ein Sprachmodus, Speicher und der Agenten-Arbeitsbereich Claude Cowork zur Verfügung, dazu Apps für Windows, macOS, iOS und Android. Beim Datenschutz hat Anthropic seine Regeln zum 28. September 2025 geändert. Bleibt der Schalter zur Modellverbesserung („Help improve Claude“) in den Privatsphäre-Einstellungen eingeschaltet, fließen die Chats ins Training, und Anthropic speichert sie laut Ankündigung der neuen Verbraucherbedingungen bis zu fünf Jahre. Ob die Daten genutzt werden, entscheidet laut Privacy Center der Nutzer selbst. Im Zustimmungsdialog war die Option nach Berichten aber vorausgewählt. Die Daten liegen in den USA, verantwortlich für EU-Nutzer ist Anthropic Ireland in Dublin. Die Übermittlung stützt Anthropic auf Standardvertragsklauseln. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre, das strengste im Vergleich. Einen ausführlichen Preisvergleich der beiden Marktführer liefert der Artikel Claude vs ChatGPT 2026.

Google Gemini: 21,99 Euro für eine Million Token Kontext

Gemini ist die einzige große Alternative mit offiziellen Euro-Preisen und der größten Gratis-Ausstattung. Die deutsche Gemini-Tarifseite nennt 0 Euro für die kostenlose Stufe, 4,99 Euro für Google AI Plus, 21,99 Euro für Google AI Pro und 99,99 oder 219,99 Euro für die beiden Ultra-Stufen. Schon gratis enthalten sind Gemini Live, Canvas, Gems und Deep Research. Der Unterschied liegt im Kontextfenster. Laut Google-Hilfe zu den Nutzungslimits verarbeitet die Gratis-Version 32.000 Token pro Unterhaltung, AI Plus 128.000 und AI Pro eine Million. Der Reasoning-Modus Deep Think bleibt Ultra-Kunden vorbehalten. Bilder erzeugt Gemini mit Nano Banana Pro. Seit dem 10. September 2026 gibt es laut Gemini-Release-Notes eine Windows-App.

Screenshot der Gemini-App zeigt vier Tarife mit Google AI Pro Preis von 21,99 Euro neben Kostenlos, Plus und Ultra
Tarifübersicht der Gemini-App mit dem Google AI Pro Preis von 21,99 Euro pro Monat. (Quelle: https://gemini.google/subscriptions/?hl=de)

Solange die Einstellung „Gemini-Apps-Aktivitäten“ eingeschaltet ist, verwendet Google die Chats laut Datenschutzhinweis für Gemini-Apps für das Training generativer KI-Modelle. Ein Teil der Unterhaltungen geht an menschliche Prüfer, auch externe Dienstleister, und „geprüfte Chats werden bis zu drei Jahre lang aufbewahrt“, unabhängig vom Löschen im Konto. Nach dem Abschalten der Aktivitäten bleiben Chats 72 Stunden gespeichert und fließen nicht ins Training. Google LLC ist im EU-US Data Privacy Framework gelistet. Einen Serverstandort für die private Gemini-App nennt Google nicht.

Microsoft Copilot: Copilot Pro ist Geschichte, Microsoft 365 Premium kostet 22 Euro

Copilot hat 2026 seinen Einzeltarif verloren. Microsoft verkauft Copilot Pro laut Support-Seite zu Copilot Pro nicht mehr, der Support für Bestandskunden endete am 1. August 2026. Nachfolger ist Microsoft 365 Premium für 22 Euro im Monat oder 219 Euro im Jahr, laut deutscher Microsoft-365-Vergleichsseite mit erweitertem Copilot-Zugang und höheren Nutzungslimits. Microsoft 365 Single kostet 10 Euro, Family 13 Euro, beide mit Copilot in Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Der kostenlose Copilot unter copilot.microsoft.com kommt ohne feste Zahlen aus. Die Microsoft-Hilfe zu KI-Guthaben und Limits schreibt, die Grenzwerte könnten je nach Feature und Systembedingungen variieren. Als Modelle arbeiten dahinter OpenAI-Modelle der GPT-5-Reihe, zuletzt laut Microsoft-Ankündigung zu GPT-5.6 in Microsoft 365 Copilot GPT-5.6, in der Oberfläche versteckt hinter Modus-Namen statt Modellnamen.

Vergleich der Microsoft-365-Abos mit Microsoft 365 Premium Preis von 22 Euro im Monat neben Single und Family
Vergleich der Microsoft-365-Abos mit dem Microsoft 365 Premium Preis von 22 Euro pro Monat. (Quelle: https://www.microsoft.com/de-de/microsoft-365/buy/compare-all-microsoft-365-products)

Für Unternehmen ist Copilot die Alternative mit dem klarsten Datenschutzversprechen, für Privatnutzer nicht. Geschäftskonten mit Microsoft 365 fallen unter die Enterprise Data Protection, Prompts und Antworten bleiben im Tenant und dienen nicht dem Training. Privatkonten sind davon ausgenommen. Die Copilot-Datenschutzeinstellungen sehen ein Opt-out unter „Training on conversation activity“ vor. Für den Europäischen Wirtschaftsraum hatte Microsoft in einem Blogbeitrag vom 16. August 2024 erklärt, bis auf Weiteres nicht mit Consumer-Daten zu trainieren. Eine neuere Aussage dazu gibt es nicht. Bekanntester Kritikpunkt bleibt die Windows-Funktion Recall, die regelmäßig Bildschirmfotos anlegt. Laut einer im Juli 2026 veröffentlichten Umfrage haben zwei von drei Unternehmen die Copilot-Einführung aus Angst vor der Offenlegung vertraulicher Daten verschoben oder gestoppt.

Mistral Vibe (ehemals Le Chat): Die europäische Alternative für 14,99 Dollar

Der Chat von Mistral AI heißt seit 2026 Vibe, die Adresse chat.mistral.ai bleibt. Das Mistral-Hilfecenter zur Umbenennung von Le Chat beschreibt drei Modi: Vibe Chat, Vibe Work und Vibe Code. Bestehende Konten und Unterhaltungen wurden übernommen. Die Mistral-Preisseite rechnet auch für deutsche Besucher in US-Dollar ohne Steuern. Free kostet nichts und enthält Websuche, Coding-Sitzungen und Bildgenerierung in begrenzter Zahl, Pro kostet 14,99 Dollar, Teams zahlen 24,99 Dollar je Nutzer, Studenten bekommen einen Rabatt. Die aktuellen Modelle heißen laut Mistral-Modellübersicht Mistral Medium 3.5, Mistral Small 4 und Mistral Large 3, Letzteres mit offenen Gewichten unter Apache-2.0-Lizenz. Bilder erzeugt Vibe mit den FLUX-Modellen von Black Forest Labs aus Freiburg. Spracheingabe, Deep Research und mehr als 100 Connectors sind laut Produktseite an Bord.

Screenshot der Mistral-AI-Preisseite mit Mistral Vibe Preisen in US-Dollar für Free, Pro, Team und Enterprise vom 11. September 2026
Übersicht der Mistral Vibe Preise in US-Dollar für die Tarife Free, Pro, Team und Enterprise. (Quelle: https://mistral.ai/pricing)

Mistral ist am 8. September 2026 zur wertvollsten KI-Firma Europas geworden. Der Mistral-Newsroom nennt für die Series D 3 Milliarden Euro frisches Kapital bei einer Bewertung von über 21 Milliarden Euro. Angeführt hat die Runde Samsung Electronics mit den Co-Leads Scaleup Europe Fund und PSG Equity. Dazu kamen Nvidia, Bpifrance und der Bestandsinvestor ASML. Laut TechCrunch-Bericht zur Mistral-Finanzierung ist es die größte Eigenkapitalrunde, die ein europäisches Tech-Unternehmen je eingesammelt hat. Mistral will bis 2030 ein Gigawatt eigene Rechenkapazität in Europa betreiben. Ein erstes Rechenzentrum südlich von Paris läuft seit dem Frühjahr 2026.

Beim Training gilt für Privatnutzer dieselbe Voreinstellung wie bei OpenAI. Das Mistral-Hilfecenter zum Trainings-Opt-out schreibt, Standardnutzer seien nicht standardmäßig ausgenommen und könnten jederzeit widersprechen, Enterprise-Kunden dagegen sind ab Werk ausgenommen. Der Schalter liegt unter Privacy und heißt „Allow your interactions to be used to train our models“. Der Unterschied zu den US-Anbietern liegt beim Verantwortlichen. Mistral AI sitzt in Paris, Aufsichtsbehörde ist die französische CNIL, ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist öffentlich abrufbar, und die Daten liegen nach Firmenangaben vorrangig in Rechenzentren in Frankreich und Schweden. Ein US-Anbieter mit Rechenzentrum in Europa bleibt dagegen an den US CLOUD Act gebunden, deshalb ist ein EU-Serverstandort allein noch keine souveräne Cloud.

Perplexity: Testsieger bei Which? und im Gratis-Tarif auf drei Pro-Suchen pro Tag begrenzt

Perplexity beantwortet Fragen mit Quellenangaben und stellt dafür Modelle mehrerer Hersteller zur Wahl. Die deutschsprachige Perplexity-Pro-Seite listet das eigene Sonar 2, GPT-5.6 Terra, Gemini 3.8 Flash, Claude Sonnet 5, Kimi K3 und GLM 5.3, bei den beiden chinesischen Modellen mit dem Zusatz „Gehostet in den USA“. Die Preise stehen auch auf der deutschen Seite in Dollar. Pro kostet 17 Dollar im Monat bei Jahreszahlung, Max 167 Dollar. Die Gratis-Grenzen nennt die Tarifübersicht im Perplexity-Hilfecenter. Drei Pro-Suchen pro Tag, eine Deep-Research-Anfrage pro Monat, keine Bildgenerierung, kein Zugriff auf den Browser-Assistenten Comet.

Screenshot der Tarifseite von Perplexity mit Perplexity Pro Preis von 17 US-Dollar und Max-Tarif für 167 US-Dollar monatlich
Tarifübersicht von Perplexity mit dem Perplexity Pro Preis von 17 US-Dollar im Monat gegenüber dem Max-Tarif. (Quelle: https://www.perplexity.ai/pro)

In einem Vergleichstest der britischen Verbraucherorganisation Which?, über den die Stiftung Warentest am 16. Januar 2026 berichtete, lieferte Perplexity 72 Prozent richtige Antworten auf 40 Fragen zu Geld, Recht und Gesundheit, vor Googles KI-Zusammenfassungen (70 Prozent), Gemini (68), Copilot (67), ChatGPT (65) und Meta AI (54). Die Tester kritisierten bei allen Diensten teils rechtswidrige Ratschläge und veraltete Quellen. Zwei Punkte belasten Perplexity. Die Sicherheitsforscher von Brave zeigten im Bericht über Prompt Injection im Comet-Browser vom 20. August 2025, wie versteckte Anweisungen auf Webseiten den Assistenten dazu brachten, Kontodaten und Einmalpasswörter preiszugeben. Und mehrere Verlage, darunter Dow Jones, die New York Times und CNN, haben wegen Urheberrechtsverletzungen geklagt. Keines der Verfahren ist abgeschlossen. Die Tarifübersicht weist ein Trainings-Opt-out für Pro und Max aus, für die Gratis-Stufe steht dort nur „Standard“.

Grok: Gratis-Stufe ohne Bilder seit dem Deepfake-Skandal

Grok gehört seit dem 2. Februar 2026 zu SpaceX. Die Firma firmiert in ihren Rechtstexten als SpaceXAI. Aktuelles Modell ist laut Release Notes von xAI Grok 4.6 mit 500.000 Token Kontext. Ein Nachfolger, Grok 4.7, ist angekündigt, aber am 11. September 2026 nicht erschienen. Die Gratis-Stufe über grok.com und die X-App enthält Textchat, Websuche, X-Suche und Sprachmodus. Die Bildgenerierung ist seit Januar 2026 zahlenden Kunden vorbehalten. Vorausgegangen waren laut Deadline-Bericht zur Einschränkung von Grok massenhaft sexualisierte Deepfakes von Frauen und Minderjährigen. 35 US-Generalstaatsanwälte forderten im Januar den Stopp, Behörden in Frankreich und Malaysia ermitteln. Die Direktabos heißen laut Grok-Tarifseite SuperGrok (30 Dollar im Monat), SuperGrok Plus (100 Dollar) und SuperGrok Heavy (300 Dollar), jeweils in US-Dollar auch in der deutschen Ansicht. Heavy enthält X Premium+ ohne Aufpreis. Umgekehrt ist Grok auch in den X-Abos enthalten.

Screenshot der Tarifseite mit SuperGrok Preis: SuperGrok 30 US-Dollar, SuperGrok Plus 100 US-Dollar und SuperGrok Heavy 300 US-Dollar pro Monat
Die drei Abo-Stufen von SuperGrok samt Preis und Funktionsumfang im Überblick. (Quelle: https://grok.com/plans)

Beim Datenschutz steht Grok unter Beobachtung der irischen Aufsicht. Die Data Protection Commission eröffnete am 17. Februar 2026 eine große Untersuchung gegen die X-Betreibergesellschaft wegen nicht einvernehmlicher sexualisierter Bilder aus Groks Bildgenerator. Eine ältere Untersuchung zum Training mit öffentlichen Beiträgen von EU-Nutzern läuft seit April 2025. Der Europa-Zusatz zur Datenschutzerklärung von xAI nennt als Verarbeitungsort die USA. Das Training ist standardmäßig an und in den Einstellungen abschaltbar.

DeepSeek: Kostenlos, stark, und die Daten liegen in China

DeepSeek ist die einzige große Alternative ohne jedes Abo, und sie speichert die Daten ausdrücklich in der Volksrepublik China. Die DeepSeek-Datenschutzerklärung vom 10. Februar 2026 formuliert es wörtlich: Die Firma erhebe, verarbeite und speichere personenbezogene Daten in der Volksrepublik China, verantwortlich sei Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence mit Sitz in China. Die Erklärung nennt ein Widerspruchsrecht gegen die Trainingsnutzung, einen Schalter dafür gibt es in der App nicht. Aktuelles Modell ist laut DeepSeek-Startseite DeepSeek-V4.1-Flash mit Bildverständnis. Das größere V4 Pro ist laut DeepSeek-API-Doku über die Schnittstelle nutzbar. Ein Reasoning-Nachfolger R2 ist bis heute nicht erschienen.

Screenshot der DeepSeek-Datenschutzerklärung, Abschnitt zum Speicherort der Daten, mit dem Hinweis auf Speicherung in der Volksrepublik China
Auszug aus der DeepSeek-Datenschutzerklärung zum Speicherort personenbezogener Daten. (Quelle: https://cdn.deepseek.com/policies/en-US/deepseek-privacy-policy.html)

Die deutschen Datenschutzbehörden haben DeepSeek als Einzige unter den Anbietern förmlich angegriffen. Die Berliner Datenschutzbeauftragte meldete die DeepSeek-Apps am 27. Juni 2025 bei Apple und Google als rechtswidrigen Inhalt nach dem Digital Services Act, abgestimmt mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen. Begründungen waren die Übermittlung von Texteingaben, Chatverläufen und Standortdaten nach China ohne gleichwertiges Schutzniveau, weitreichende Behördenzugriffe und das Fehlen eines EU‑Sitzes. Apple und Google lehnten die Sperre ab, die App war am 11. September 2026 weiter im deutschen App Store. Italiens Aufsicht hatte DeepSeek bereits am 30. Januar 2025 blockiert. Im Gesundheitstest der Stiftung Warentest 8/2026 gehörte DeepSeek zu den drei Chatbots mit weitgehend zutreffenden Verdachtsdiagnosen, verbunden mit dem Hinweis, dass deutsche Datenschutzbehörden von der Nutzung abraten.

Kimi und Qwen: Chinas Modelle in den Top 15, aber ohne Opt-out

Kimi K3 von Moonshot AI aus Peking ist das stärkste chinesische Modell im Arena-Leaderboard. Die Moonshot-Startseite nennt für das am 16. Juli 2026 vorgestellte Modell 2,8 Billionen Parameter, native Bildverarbeitung und eine Million Token Kontext. Der Chat unter kimi.com ist kostenlos nutzbar, die Bezahlstufen werden in Yuan abgerechnet, eine Euro-Preisliste gibt es nicht. Die Kimi-Datenschutzerklärung (Stand: 13. August 2026) nennt als Verantwortliche die Novascent Private Limited. Einen Schalter gegen die Trainingsnutzung dokumentiert sie nicht. Qwen Studio von Alibaba ist laut Qwen-Startseite kostenlos und offen für alle, mit Websuche, Bild- und Videogenerierung und Deep Research. Das Spitzenmodell Qwen3.8-Max mit 2,4 Billionen Parametern erschien am 3. August 2026, die offene Variante Qwen3.8-27B unter Apache-2.0-Lizenz am 14. August. Die Qwen-Datenschutzerklärung nennt als Verantwortlichen Alibaba Cloud in Singapur und als Speicherorte Singapur und das chinesische Festland. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Ein Opt-out-Schalter ist nicht dokumentiert.

Meta AI: In WhatsApp eingebaut und mit neuer Modellfamilie

Meta AI erreicht in Deutschland laut Bitkom 35 Prozent der KI-Nutzer, ohne dass die meisten es je installiert hätten. Der Assistent steckt laut Bericht von Basic Thinking zum Deutschlandstart seit März 2025 in WhatsApp, Instagram, Facebook und dem Messenger. Die eigenständige App kam laut Meta-Newsroom im November 2025 nach Europa. Auf ai.meta.com steht seit 2026 die Modellfamilie Muse Spark im Mittelpunkt, Version 1.3 vom 2. September 2026. Die frühere Llama-Reihe ist nicht mehr das Aushängeschild. Beim Datenschutz gilt seit dem 27. Mai 2025, dass Meta öffentliche Beiträge erwachsener EU-Nutzer für das Training verwendet. Die Verbraucherzentrale erklärt den Widerspruch Schritt für Schritt und nennt auch ein Formular für Chats mit Meta AI selbst. Nach Angaben von Meta werden die Unterhaltungen mit dem Bot in WhatsApp derzeit nicht für das Training genutzt. Anders als private Nachrichten sind sie aber nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das Oberlandesgericht Köln hatte einen Eilantrag der Verbraucherzentrale NRW gegen das Training am 23. Mai 2025 abgelehnt.

Proton Lumo: Verschlüsselte Chats aus der Schweiz

Lumo vom Schweizer Anbieter Proton ist die Alternative für Nutzer, denen der Serverstandort wichtiger ist als die Leaderboard-Position. Proton speichert Chats nach eigenen Angaben auf der Lumo-Produktseite mit Zero-Access-Verschlüsselung. Die Firma selbst kann sie nicht lesen und trainiert nicht mit Eingaben. Version 2.0 vom 30. Juni 2026 brachte laut Techbook-Bericht zu Lumo 2.0 Bildanalyse und Bilderzeugung, eine Websuche mit Quellen und einen Projekt-Speicher. Es gibt eine kostenlose Stufe, Lumo Plus kostet laut Lumo-Preisseite 12,99 Euro im Monat oder 9,99 Euro bei Jahreszahlung. Die Schweiz gehört nicht zur EU, verfügt aber über einen Angemessenheitsbeschluss der EU‑Kommission. Datenübermittlungen dorthin gelten datenschutzrechtlich als unproblematisch.

Screenshot der Proton-Lumo-Preisseite mit kostenloser Stufe und Lumo AI Plus für 12,99 Euro pro Monat
Übersicht der Proton-Lumo-Tarife mit dem Lumo Plus Preis von 12,99 Euro monatlich. (Quelle: https://proton.me/lumo/pricing)

OpenRouter: Ein Konto für über 500 Modelle, und die ehrlichste Statistik der Branche

OpenRouter aus New York ist kein eigener Chatbot, sondern eine Sammelstelle (technisch ein LLM-Gateway). Ein Konto und ein Guthaben reichen laut OpenRouter-Startseite für mehr als 500 Modelle von über 80 Anbietern, ohne Abo, mit einem Chat-Fenster unter openrouter.ai/chat, in dem sich mehrere Modelle nebeneinander vergleichen lassen. Abgerechnet wird nach Verbrauch in US‑Dollar. Laut OpenRouter-FAQ gibt es keinen Aufschlag auf die Modellpreise. Beim Aufladen per Karte fallen 5,5 Prozent Gebühr an. Neunzehn Modelle tragen den Zusatz „:free“ und kosten nichts, begrenzt auf 50 Anfragen pro Tag, solange weniger als zehn Dollar Guthaben gekauft wurden. Beim Datenschutz lässt sich per Einstellung erzwingen, dass Anfragen nur an Anbieter gehen, die nichts speichern und nicht trainieren. OpenRouter selbst protokolliert laut FAQ standardmäßig keine Eingaben, laut Nutzungsbedingungen gilt aber das Recht des Staates New York.

Für diesen Vergleich zählen die OpenRouter-Rankings, die unter einer CC-BY-Lizenz zeigen, welche Modelle Entwickler und Firmen tatsächlich abrufen. In der Woche bis zum 10. September 2026 führte Tencents Hy4 Preview mit 19,1 Billionen Token vor GPT-5.6 Luna (14,2 Billionen), DeepSeek V4 Flash (12,4) und GLM 5.3 Flash von Z.ai (12,3). Claude Opus 5 lag mit 1,7 Billionen Token auf Platz 15. Nach der Zahl der Anfragen führt dagegen OpenAI, weil die chinesischen Modelle je Anfrage deutlich mehr Token verarbeiten. Gemessen an den Ausgaben dreht sich das Bild ein drittes Mal. In der Kategorie „Code Generation“ entfallen 34,3 Prozent des Geldes auf Claude Opus 5, beim Debugging 15,5 Prozent. Die günstigen chinesischen Modelle erzeugen die Masse, für anspruchsvolle Arbeit zahlen die Nutzer für Claude.

OpenRouter Rankings zeigen Market Share nach Modellanbieter, Woche vom 7. September 2026: OpenAI 24,4%, DeepSeek 21,6%, Google 19,2%
Anteile der Modellanbieter an den Text-Anfragen laut OpenRouter Rankings, Woche vom 7. September 2026. (Quelle: https://openrouter.ai/rankings)

Wer die Anfragen auf OpenRouter stellt

Anteil der Modellanbieter an den Text-Anfragen, Woche vom 7. September 2026, insgesamt rund 3,9 Milliarden Anfragen

Quelle: OpenRouter Rankings, Abschnitt Market Share, Wochenwert vom 7. September 2026, Lizenz CC BY 4.0. Gezählt werden nur Anfragen, die Nutzer nicht als privat markiert haben.
Zahlen als Tabelle
AnbieterAnteilAnfragen in der Woche
OpenAI24,4 %955 Millionen
DeepSeek21,6 %844 Millionen
Google19,2 %750 Millionen
Z.ai7,3 %285 Millionen
Tencent6,9 %269 Millionen
Anthropic2,7 %107 Millionen
Übrige (u. a. Qwen, Meta, Mistral)17,9 %705 Millionen

In den Rankings tauchen Namen auf, die in deutschen Vergleichen fehlen. Xiaomi liegt mit seinem Modell MiMo-V2.5 auf Platz 5 nach Token. MiniMax aus Shanghai und Nvidia mit dem kostenlosen Nemotron 3 Ultra folgen in den Top 11, das südkoreanische Upstage mit Solar Pro 4 auf Platz 17. Die OpenRouter-Modellübersicht zeigt dazu die Preisspanne des Marktes. DeepSeek V4 Flash kostet 0,065 Dollar je Million Eingabe-Token, Kimi K3 2,34 Dollar, Grok 4.6 2,00 Dollar, das japanische Sakana Fugu Ultra 5 Dollar. Über OpenRouter lassen sich diese Modelle testen, ohne bei einem chinesischen Anbieter ein Konto anzulegen. Die Datenschutzregeln des jeweiligen Modellanbieters setzt OpenRouter nicht außer Kraft.

Welches Modell gerade vorn liegt: Arena und Artificial Analysis

Anthropic besetzt acht der ersten 15 Plätze im Text-Leaderboard von Arena, OpenAI keinen einzigen. Die Plattform, bis 2026 unter dem Namen LMArena bekannt, lässt Nutzer zwei anonyme Modelle gegeneinander antreten und berechnet aus knapp acht Millionen Abstimmungen eine Elo-ähnliche Wertung. Der Stand des Arena-Text-Leaderboards vom 2. September 2026 zeigt Claude Fable 5 mit 1.507 Punkten vorn, gefolgt von drei weiteren Claude-Varianten. Auf Platz 5 steht Metas Muse Spark 1.2, auf Platz 8 Gemini 3.8 Flash, auf Platz 12 als bestes Modell mit offenen Gewichten Kimi K3. Der Abstand zwischen Platz 1 und Platz 15 beträgt 20 Punkte, die Konfidenzintervalle überlappen sich in weiten Teilen.

Arena Leaderboard vom 2. September 2026 zeigt Claude Fable 5 auf Platz 1 vor Claude Opus 4.6, Claude Fable 5.1 und Claude Opus 4.7
Arena Leaderboard mit Stand 2. September 2026, angeführt von Claude Fable 5. (Quelle: https://arena.ai/leaderboard/text)
RangModellAnbieterArena-Score
1Claude Fable 5Anthropic1.507
2Claude Opus 4.6 (high)Anthropic1.505
3Claude Fable 5.1 (max)Anthropic1.504
4Claude Opus 4.7 (high)Anthropic1.502
5Muse Spark 1.2 (xHigh)Meta1.499
6Claude Opus 4.6Anthropic1.498
7Claude Opus 4.7Anthropic1.494
8Gemini 3.8 Flash (high)Google1.494
9Claude Opus 5 (high)Anthropic1.493
10Muse Spark 1.1Meta1.492
11Gemini 3.7 Flash (high)Google1.491
12Kimi K3 (max)Moonshot AI1.489
13Muse SparkMeta1.488
14Claude Opus 5 (max)Anthropic1.488
15Gemini 3.1 Pro (Preview)Google1.487
Quelle: Arena Text-Leaderboard, Stand 2. September 2026, 7.999.020 Abstimmungen. Die Zusätze high, max und xHigh bezeichnen die eingestellte Denkstufe des Modells.

Ein zweiter Maßstab misst Testergebnisse statt Nutzerurteile. Der Intelligence Index von Artificial Analysis fasst zehn Benchmarks zusammen, darunter Terminal-Bench, Humanity's Last Exam und SciCode. In der Modellübersicht von Artificial Analysis (Index-Version 4.3) teilten sich am 11. September Claude Fable 5.1 und GPT-6 Astra mit je 53 Punkten die Spitze, seit dem 22. September führt Claude Opus 5.5 mit 58 Punkten. Das damals beste Modell mit offenen Gewichten, GLM-5.3 vom chinesischen Anbieter Z.ai, kam auf 45 Punkte, kostet über die API aber im Mischpreis nur 0,90 Dollar pro Million Token statt 7,17 Dollar bei Fable 5.1. Seit dem 21. September führt Xiaomis MiMo-V2.6-Pro die offenen Modelle mit 46 Punkten an, über Xiaomis API für 0,43 Dollar Eingabe und 0,87 Dollar Ausgabe pro Million Token (Artificial Analysis zu MiMo-V2.6-Pro).

Intelligence Index: Acht Punkte trennen offene Modelle von der Spitze

Artificial Analysis Intelligence Index v4.3, jeweils höchste Denkstufe; grün markiert sind Modelle mit offenen Gewichten

Quelle: Artificial Analysis Modellübersicht und Ansicht offener Modelle, abgerufen am 11. September 2026. Der Index wird regelmäßig neu kalibriert, Werte verschiedener Versionen sind nicht vergleichbar.
Zahlen als Tabelle
ModellAnbieterIndex v4.3Gewichte
Claude Fable 5.1 (max)Anthropic53geschlossen
GPT-6 Astra (max)OpenAI53geschlossen
GLM-5.3 (max)Z.ai45offen
Kimi K3 (max)Moonshot AI44offen
GLM-5.3-FlashZ.ai42offen
Qwen3.8 2.4T A95BAlibaba40offen

Im Frühjahr 2025 lag das beste offene Modell laut Artificial-Analysis-Auswertung offener Modellstarts noch rund 13 Indexpunkte weiter hinten als im April 2026, gemessen in einer älteren Index-Version. Die Lücke schließt sich, und sie schließt sich größtenteils durch chinesische Anbieter. Beide Seiten bieten Filter nach Preis, Geschwindigkeit und Lizenz, die Ranglisten lassen sich also laufend selbst verfolgen.

Was die Stiftung Warentest 2026 gemessen hat

In beiden Verbrauchertests des Jahres 2026 schnitt der Marktführer unterschiedlich ab. Im Gesundheitstest der Stiftung Warentest in Heft 8/2026 mussten die kostenlosen Versionen von ChatGPT, Gemini, Claude, Meta AI und DeepSeek Symptome von fünf Krankheitsbildern erkennen, darunter Bandscheibenvorfall, Angina Pectoris und Depression. Nur ein Chatbot erkannte laut Stiftung Warentest alle fünf. In der frei lesbaren Zusammenfassung war das ChatGPT, dahinter folgten Claude und DeepSeek. Die Tester schrieben außerdem, der Datenschutz bleibe ein Problem, weil Daten auf Server außerhalb Europas gelangen könnten, besonders in die USA und nach China. Im Which?-Test vom Januar, den test.de wiedergab, lag ChatGPT dagegen mit 65 Prozent richtiger Antworten auf dem vorletzten Platz hinter Perplexity, Google, Gemini und Copilot. Beide Tests bewerteten die Antwortqualität.

Datenschutz im Vergleich: Training, Serverstandort und der Weg zum Opt-out

Zehn von zwölf Anbietern verwenden die Chats von Privatnutzern in der Voreinstellung für das Training, nur Proton Lumo und der Geschäftskunden-Copilot verzichten darauf. Der Unterschied liegt im Opt-out. Bei OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, Mistral, Perplexity und Grok gibt es einen Schalter in den Einstellungen. Bei DeepSeek, Kimi und Qwen räumen die Datenschutzerklärungen ein Widerspruchsrecht ein, ohne dass die Apps einen Schalter dafür anbieten. Die Tabelle zeigt, wo die Daten liegen und ob der Anbieter im EU-US Data Privacy Framework (DPF) gelistet ist, dem Angemessenheitsbeschluss für Datentransfers in die USA.

AnbieterTraining PrivatkontoWeg zum Opt-outSpeicherortDPF-gelistetGelöschte Chats weg nach
ChatGPTanEinstellungen, Datenkontrollen, „Für alle verbessern“ ausUSAnein, Standardvertragsklauseln30 Tagen
Claudean (Schalter vorausgewählt)Settings, Privacy, „Help improve Claude“ ausUSAStandardvertragsklauseln30 Tagen; mit Einwilligung Speicherung bis 5 Jahre
GeminianGoogle-Konto, Daten und Datenschutz, Gemini-Apps-Aktivitäten ausnicht angegebenja18 Monaten Standard; geprüfte Chats bis 3 Jahre
Copilot (privat)an, im EWR ausgesetztProfil, Privacy, „Training on conversation activity“ ausnicht angegebenjaVerlauf 18 Monate
Mistral VibeanPrivacy, „Allow your interactions to be used to train our models“ ausEUEU-Anbieterkeine Nachfrist genannt
PerplexityanOpt-out laut Tarifübersicht ab Pro, in den KontoeinstellungenUSAselbsterklärtkeine Frist genannt
Grokanin den Einstellungen unter Data abschaltbarUSAnein30 Tagen
DeepSeekankein Schalter, nur WiderspruchsrechtVolksrepublik Chinaneinkeine Frist genannt
Kimiankein Schalter, Anfrage an den KundenserviceChinaneinkeine Frist genannt
Qwen Studioankein Schalter, Widerspruch per E-MailSingapur und Chinaneinkeine Frist, auch nach Kontolöschung möglich
Meta AIöffentliche BeiträgeWiderspruchsformular im Privacy Centernicht angegebenjaKopie wird laut Meta ggf. nicht gelöscht
Proton Lumoneinnicht nötigEuropa (Schweiz)Angemessenheitsbeschlussverschlüsselt, Löschung durch Nutzer
Quellen: Datenschutzerklärungen und Hilfeseiten der Anbieter (in den Einzelabschnitten verlinkt) und die offizielle Liste des Data Privacy Framework, Stand 11.09.2026.

Das Data Privacy Framework hat im September 2025 seine erste Gerichtsprüfung überstanden. Das Gericht der Europäischen Union wies laut Pressemitteilung zum Urteil Latombe (T-553/23) am 3. September 2025 die Klage gegen den Angemessenheitsbeschluss vollständig ab. Ein Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof (C-703/25 P) ist seit dem 31. Oktober 2025 anhängig, aufschiebende Wirkung hat es nicht. Für gelistete Firmen wie Google, Microsoft und Meta benötigt ein Unternehmen keine Standardvertragsklauseln (X Corp, Betreiber des Netzwerks X, ist gelistet, die Grok-Firma SpaceXAI nicht). OpenAI und Anthropic nennen in ihren Datenschutzerklärungen Standardvertragsklauseln als Grundlage. Hier bleibt für die geschäftliche Nutzung der Weg über diese Klauseln plus Transferfolgenabschätzung.

Datenschutzrechtlich vorzugswürdig sind daher Anwendungen, die die Ein- und Ausgabedaten nicht zu Trainingszwecken verwenden.
Datenschutzkonferenz der deutschen Aufsichtsbehörden (DSK), Orientierungshilfe „Künstliche Intelligenz und Datenschutz“ vom 6. Mai 2024

Was Unternehmen beim Einsatz von KI-Chatbots beachten müssen

Die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz nennt für den betrieblichen Einsatz von Cloud-KI feste Pflichten. Die wichtigsten Punkte:

  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit dem Anbieter. Bei ChatGPT gibt es ihn nur für Business und Enterprise, nicht für Free, Go, Plus oder Pro.
  • Betriebliche Konten statt privater Namenskonten, mit Funktions-E-Mail-Adresse.
  • Privacy by Default schon bei der Einrichtung, also Training aus und keine Historie über die Sitzung hinaus.
  • Keine personenbezogenen Daten in Prompts. Auch eine neutrale Eingabe kann eine Ausgabe mit Personenbezug erzeugen, dann greifen die Informationspflichten nach Art. 14 DSGVO.
  • Mitarbeiterschulung und eine interne KI-Richtlinie, dazu die Prüfung, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist.

Seit dem 2. August 2026 gelten außerdem die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung. Wer KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse veröffentlicht, muss das offenlegen, es sei denn, ein Mensch hat den Text redaktionell geprüft und trägt die Verantwortung. Die Fristen für Hochrisiko-Systeme hat die EU mit der Verordnung 2026/1744 vom Juli 2026 um 12 bis 16 Monate verschoben. Die Pflichten für Chatbots und KI-Modelle blieben unverändert (Übersicht auf der Seite der EU-Kommission zum KI-Rechtsrahmen).

Europäische Anbieter für Unternehmen: Von Langdock bis Aleph Alpha

Neben Mistral und Proton gibt es ein Dutzend europäischer Angebote, die sich fast alle an Firmen richten und keinen Chat für Privatnutzer bieten. Die meisten davon betreiben keine eigenen Spitzenmodelle, sondern hosten offene Modelle in deutschen Rechenzentren oder schalten eine Datenschutz-Schicht vor GPT, Claude und Gemini. Das Berliner Langdock verlangt laut Langdock-Preisseite 25 Euro je Nutzer und Monat, hostet in der EU und ist nach ISO 27001 und SOC 2 zertifiziert. nele.ai pseudonymisiert personenbezogene Daten vor dem Prompt und rechnet laut Preisseite von nele.ai in Credits ab. 1.000 Credits kosten 10 Euro netto. Der IONOS AI Model Hub stellt offene Modelle wie gpt-oss-120b, Llama und Mistral ausschließlich aus Rechenzentren in Berlin und Frankfurt bereit, abgerechnet pro Million Token in Euro. STACKIT, die Cloud-Sparte der Schwarz-Gruppe, bietet Vergleichbares aus Deutschland und Österreich.

Der Heidelberger Pionier Aleph Alpha hat seine Selbstständigkeit 2026 aufgegeben. Laut CNBC-Bericht zum Zusammenschluss mit Cohere vom 24. April 2026 übernimmt der kanadische Anbieter Cohere die Firma, die Schwarz-Gruppe investiert 600 Millionen Dollar. Axios beziffert die Bewertung des Zusammenschlusses auf rund 20 Milliarden Dollar, Aleph Alphas Anteil auf rund zehn Prozent. DeepL aus Köln hat im November 2025 einen eigenen Agenten für Geschäftskunden freigegeben, bleibt aber auf Sprache und Übersetzung konzentriert. Das EU-Projekt OpenEuroLLM hat nach eigenem Bericht zum ersten Projektjahr noch kein Flaggschiff-Modell vorgelegt und nennt die Rechenkapazität als offene Herausforderung.

AnbieterSitzWas es istHostingPreisChat für Privatnutzer
Mistral VibePariseigene Modelle, Chat, AgentenEU0 bis 24,99 $ja
Proton LumoGenfverschlüsselter Chat auf offenen ModellenEuropa0 bis rund 12,99 €ja
LangdockBerlinArbeitsplattform mit GPT, Claude, GeminiEU25 €/Nutzernein
nele.aiDeutschlandDatenschutz-Schicht vor FremdmodellenDeutschlandCredits ab 10 €nein
IONOS AI Model HubMontabauroffene Modelle per APIBerlin, Frankfurtpro Million Tokennein
STACKITNeckarsulmoffene Modelle per API, GPU-ServerDeutschland, Österreichnach Verbrauchnein
Aleph Alpha / CohereHeidelberg, TorontoEnterprise-Suite PhariaAI, On-Premisesbeim Kundenauf Anfragenein
DeepLKölnÜbersetzung, Write, AgentKölnPro ab rund 8,99 €nur Übersetzer
Quellen: Preis- und Produktseiten der Anbieter, Stand 11.09.2026. Preise für Firmenangebote verstehen sich netto.

KI ohne Cloud: Offene Modelle auf dem eigenen Rechner

Ein Modell mit vier Milliarden Parametern läuft heute mit 4,5 Gigabyte Speicher auf einem normalen Laptop, und die Eingaben verlassen den Rechner nicht. Das ist die Alternative, die in keinem der großen Vergleichsartikel vorkommt. Drei kostenlose Programme machen den Einstieg möglich. Ollama (MIT-Lizenz) lädt Modelle per Kommandozeile oder Desktop-App, LM Studio bietet einen grafischen Modell-Browser mit Chat und ist laut Ankündigung vom 8. Juli 2025 auch für die berufliche Nutzung kostenlos, Jan (Apache 2.0) ist als Desktop-App für den lokalen Betrieb gebaut. Alle drei laden Modelle im Dateiformat GGUF. LM Studio empfiehlt in seinen Systemanforderungen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Auf Macs laufen kleinere Modelle auch mit 8 Gigabyte, Intel-Macs werden nicht unterstützt.

Wie viel Speicher ein Modell benötigt, hängt von der Parameterzahl und der Quantisierung ab. Googles am 2. April 2026 veröffentlichte Familie Gemma 4, erstmals unter Apache-2.0-Lizenz, liefert dafür offizielle Zahlen in der Gemma-4-Dokumentation.

ModellSpeicher in voller Genauigkeit (BF16)Speicher in 4-BitLäuft auf
Gemma 4 E2B11,4 GB2,9 GBjedem aktuellen Laptop
Gemma 4 E4B17,9 GB4,5 GBLaptop mit 8 GB RAM
gpt-oss-20b (OpenAI)14 GB Downloadläuft laut Ollama mit 16 GB SpeicherRechner mit 16 GB RAM
Gemma 4 31B69,9 GB17,5 GB32 GB RAM oder 24 GB Grafikspeicher
gpt-oss-120b (OpenAI)65 GB Downloadeine 80-GB-GPUWorkstation oder Mac Studio
Quellen: Gemma-4-Dokumentation von Google und gpt-oss in der Ollama-Bibliothek, Stand 11.09.2026.
Screenshot der gpt-oss Ollama Modelltabelle mit 20b, 120b sowie deren Cloud-Varianten, Größe und Kontextfenster 128K
Modellübersicht von gpt-oss in der Ollama-Bibliothek mit lokalen und Cloud-Varianten. (Quelle: https://ollama.com/library/gpt-oss)

Die Auswahl an Modellen mit offenen Gewichten ist 2026 breiter als je zuvor, die Lizenzen sind es nicht. OpenAIs gpt-oss-120b steht unter Apache 2.0, ebenso Mistral Large 3, Ministral 3, Qwen3.8-27B, Gemma 4 und IBMs Granite 4.2. Mistrals Coding-Modell Devstral Small 2 mit 24 Milliarden Parametern erreicht laut Mistral-Ankündigung zu Devstral 2 68 Prozent im Programmier-Benchmark SWE-bench Verified und läuft auf einer einzelnen Grafikkarte. GLM-5.3 und Kimi K3 kommen dagegen mit eigenen Herstellerlizenzen samt Umsatzklauseln. Metas Llama-Modelle mit Bildverständnis dürfen laut Meta-Entwickler-FAQ von Personen und Firmen mit Sitz in der EU nicht genutzt werden. Und die Weboberfläche Open WebUI verlangt ab 50 Nutzern in 30 Tagen, dass ihr Branding sichtbar bleibt.

Verlassen keine personenbezogenen Daten den Rechner, entfallen Auftragsverarbeitung, Drittlandübermittlung und Standardvertragsklauseln. Ollama schreibt in seiner Datenschutzerklärung, es erhebe, speichere und übertrage keine Prompts, Antworten oder Inhalte, die lokal verarbeitet werden, sammle aber Metadaten wie App-Version und Anzahl der Anfragen. Wer in Ollama die neuen Cloud-Modelle wählt, schickt seine Eingaben wieder an einen Server. Die Grenzen bleiben die Leistung, acht Indexpunkte Rückstand auf die Spitze, und das fehlende Internet. Ein lokales Modell kennt nur seinen Wissensstand. Websuche muss über Zusatzwerkzeuge angebunden werden. Der im August 2026 vorgestellte Mac Studio mit M5 Ultra fasst bis zu 512 Gigabyte gemeinsamen Speicher. Apple bewirbt ihn in der Pressemitteilung zum Mac Studio ausdrücklich damit, dass er große KI-Modelle vollständig auf dem Gerät ausführt, und nennt LM Studio namentlich.

Update (16. September 2026): Claude, Copilot, Perplexity und Grok laufen inzwischen auch als Sprachassistenten in CarPlay. Meta AI ist dort noch im begrenzten Test. Gemini fehlt in CarPlay bisher.

Häufige Fragen zu ChatGPT Alternativen

Welche ChatGPT Alternative ist 2026 kostenlos und ohne Werbung?

Als kostenlose ChatGPT Alternative ohne Werbung kommen derzeit infrage: Claude (Sonnet 5.5 und Haiku 4.5), Gemini (mit 32.000 Token Kontext), Mistral Vibe, Perplexity (drei Pro-Suchen pro Tag), Grok (ohne Bildgenerierung), DeepSeek, Qwen Studio und Proton Lumo. ChatGPT Free und Go zeigen seit Ende August 2026 Anzeigen. Bei Perplexity, Grok und Gemini gilt in der Gratis-Stufe eine Trainingsnutzung als Voreinstellung, bei Claude ist der Schalter nach Berichten vorausgewählt.

Welche ChatGPT Alternative ist DSGVO-konform?

Eine DSGVO-Konformität hängt vom Einsatz ab, nicht vom Produkt allein. Für Unternehmen gilt laut Datenschutzkonferenz ein Auftragsverarbeitungsvertrag als Pflicht, den OpenAI nur für Business und Enterprise anbietet. Anbieter mit Sitz in der EU sind Mistral (Paris, Aufsicht CNIL) sowie die Firmenlösungen Langdock, nele.ai, IONOS und STACKIT. Proton Lumo aus der Schweiz profitiert vom Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission. Die chinesischen Anbieter DeepSeek, Kimi und Qwen bieten weder EU-Sitz noch Opt-out-Schalter.

Ist DeepSeek in Deutschland verboten?

Nein. Die Berliner Datenschutzbeauftragte hat die DeepSeek-Apps im Juni 2025 bei Apple und Google als rechtswidrigen Inhalt gemeldet. Beide Konzerne lehnten eine Entfernung ab. Am 11. September 2026 war die App im deutschen App Store weiter verfügbar. In Italien hat die Aufsichtsbehörde die Verarbeitung italienischer Nutzerdaten seit dem 30. Januar 2025 untersagt. Dort fehlt die App in den Stores.

Was kostet Claude in Euro?

Claude Pro kostet laut deutscher Preisseite 18 Euro im Monat oder 15 Euro bei Jahreszahlung, also 180 Euro im Voraus. Max beginnt bei 90 Euro. Die englische Seite nennt 20, 17 und 100 US-Dollar ohne Steuern. Google rechnet ebenfalls in Euro ab (AI Pro 21,99 Euro), Mistral und Perplexity dagegen in US-Dollar, sodass dort Wechselkurs und Mehrwertsteuer den Endbetrag bestimmen.

Welche ChatGPT Alternative läuft ohne Cloud auf dem eigenen Rechner?

Ollama, LM Studio und Jan führen offene Modelle lokal aus, alle drei sind kostenlos. Für Rechner mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher passt Gemma 4 E4B (4,5 Gigabyte in 4 Bit), ab 16 Gigabyte laufen gpt-oss-20b von OpenAI oder Modelle der 8-Milliarden-Klasse, ab 32 Gigabyte die Klasse um 27 bis 31 Milliarden Parameter wie Qwen3.8-27B oder Gemma 4 31B. Eine Grafikkarte beschleunigt, ist aber nicht zwingend.

Muss ich ChatGPT kündigen, um eine Alternative zu nutzen?

Nein, alle Alternativen haben eine kostenlose Stufe, die sich parallel testen lässt. ChatGPT Plus und Pro werden monatlich abgerechnet, ein Wechsel ist also zum Monatsende möglich. Wer Chats mitnehmen will, kann sie bei OpenAI unter Datenkontrollen als Export anfordern.

Welche KI ist besser als ChatGPT?

Das hängt vom Maßstab ab. Im Arena-Leaderboard vom 2. September 2026 liegen Claude Fable 5 und drei weitere Claude-Modelle vor allen anderen. Im Intelligence Index von Artificial Analysis führt seit dem 22. September 2026 Claude Opus 5.5 mit 58 Punkten vor Claude Fable 5.1 und GPT-6 Astra mit je 53. Im Gesundheitstest der Stiftung Warentest 8/2026 gewann dagegen die kostenlose Version von ChatGPT, im Which?-Test vom Januar 2026 lag Perplexity vorn und ChatGPT auf dem vorletzten Platz.

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