Astra knackt Weltkriegs-Funkspruch:
Was belegt ist und was nicht

Wir denken. KI tippt mit.

Lesezeit: 11 Minuten
Veröffentlicht: 20.09.2026
Aktualisiert: 04.10.2026
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Markus Schulte

AI Solution Development, Autor

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Ein deutscher Weltkriegs-Funkspruch aus dem November 1918 ist nach 108 Jahren lesbar, und entziffert hat ihn GPT‑6 Astra von OpenAI. Der unter dem Pseudonym prinz schreibende Entwickler veröffentlichte Klartext und Rechenweg zu dem mit ADFGVX verschlüsselten Spruch am 17. September 2026. Zwei Tage später meldete er einen zweiten gelösten Spruch namens RICHI‑240. Unabhängige Prüfer haben den Rechenweg nachgerechnet, er stimmt. Kritiker bemängeln trotzdem, dass der Schlüssel längst dokumentiert war. Niemand hat den Status „bisher ungelöst“ bestätigt, und zum Anteil des Menschen an der Arbeit fehlt jede Angabe.

Der Klartext meldet einen englischen Kreuzer vor Sewastopol

Der Funkspruch umfasst 170 Zeichen und warnt vor alliierten Kriegsschiffen auf der Krim. Astra gibt den Klartext so aus: „EIN ENGLISCHER KREUZER EINLIEG X SEWASTOPOL X S4STEN X EIN GESCHWADER DER X ALLIIERTEN FOLGT 26STEN X“. Sinngemäß ist ein englischer Kreuzer am 24. in Sewastopol eingelaufen, ein Geschwader der Alliierten folgt am 26.

Das Faksimile im Substack-Beitrag von prinz zum ADFGVX-Funkspruch zeigt die Kopfzeile des Spruchs. Eine britische Abhörstelle nahm ihn am 27. November 1918 um 1:27 Uhr nachts auf, gerichtet war er laut Vorspann „FUER ADMIRAL UND OHL“ (Oberste Heeresleitung). Der Vorspann endet auf „2030“, am Spruchende steht der Vermerk „(24/11)“. Nach dem Log-Format, das die Cryptologia-Autoren beschreiben, nennt die vierstellige Zahl die Sendestunde und der Vermerk den Sendetag. Danach wäre der Spruch schon am 24. November um 20:30 Uhr gefunkt worden. Prinz und Tom’s Hardware behandeln den 27. November als Sendedatum. Das Wort „EINLIEG“ erklärt prinz nicht, er übersetzt es mit „arrived“. In „S4STEN“ steht vermutlich ein verstümmeltes Zeichen anstelle der 2.

Tom’s Hardware griff die Meldung am 19. September auf. Der Bericht von Tom’s Hardware über den Weltkriegs-Code nennt an einer Stelle den 29. November als Sendedatum. Im Faksimile steht der 27. November.

Screenshot von Page 217 mit dem ADFGVX-Kryptogramm des Funkspruchs LP v NKJ (RICHI-170), abgehört am 27. November 1918, in Fünfergruppen
Page 217 mit dem lange ungelösten ADFGVX-Kryptogramm des Funkspruchs LP v NKJ vom November 1918. (Quelle: https://scienceblogs.de/klausis-krypto-kolumne/unsolved-adfxvx-messages-from-world-war-i/)

Das Logbuch der HMS Canterbury bestätigt beide Daten

Beide Datumsangaben des Klartexts stehen im Bordbuch des britischen Kreuzers HMS Canterbury. Das transkribierte Logbuch der HMS Canterbury vermerkt für den 24. November 1918 um 10:20 Uhr das Festmachen an zwei Bojen im Hafen von Sewastopol. Am 25. November gingen Kommandos an Land und übernahmen deutsche Schiffe. Für den 26. November um 11:30 Uhr steht dort „Allied Squadron arrived“. Laut prinz hat Astra diesen Abgleich von sich aus vorgenommen.

Das Fachportal runtimewire fand einen zweiten Beleg. Ein britisches Memorandum vom 24. November 1918 im Australian War Memorial beschreibt die Abfahrt der Canterbury aus Konstantinopel und ein größeres Geschwader, das kurz darauf folgte.

Eine unabhängige Nachrechnung der Entzifferung auf GitHub baute das Verfahren ohne den Code von prinz nach und kam auf denselben Klartext. Eine Zelle der Schlüsseltabelle ist im Scan als 4 oder als 8 lesbar. Erst das Ankunftsdatum der Canterbury entscheidet für die 4. Laut den Prüfern lässt sich die Rechnung belegen, die Neuheit dagegen nicht.

Screenshot des Logbuchs HMS Canterbury mit Einträgen vom 24. bis 26. November 1918 in Sewastopol, transkribiert von Old Weather
Logbuch HMS Canterbury: Einträge vom 24. bis 26. November 1918 in Sewastopol. (Quelle: https://www.naval-history.net/OWShips-WW1-06-HMS_Canterbury.htm)

ADFGVX galt 1918 als stärkste Feldchiffre des deutschen Heeres

Der Nachrichtenoffizier Fritz Nebel entwickelte das Verfahren, das deutsche Heer führte es im März 1918 als ADFGX ein und erweiterte es zum 1. Juni 1918 auf sechs Buchstaben. Der französische Kryptologe Georges Painvin brach es trotzdem noch im Krieg. Ein am 2. Juni 1918 von ihm entzifferter Spruch verriet die deutsche Stoßrichtung auf Compiègne und ging als „Radiogramme de la Victoire“ in die französische Militärgeschichte ein.

So verschlüsselt ADFGVX in zwei Schritten

Schritt 1 (Substitution): Ein Quadrat mit 6 mal 6 Feldern enthält alle 26 Buchstaben und die Ziffern 0 bis 9 in geheimer Anordnung. Zeilen und Spalten tragen die Buchstaben A, D, F, G, V und X. Jedes Klartextzeichen wird zu einem Buchstabenpaar, aus einem E z. B. „DF“.

Schritt 2 (Spaltentransposition): Der Funker schreibt die Paare zeilenweise unter ein Schlüsselwort und sortiert die Spalten nach dem Alphabet der Schlüsselbuchstaben. Das reißt die beiden Hälften jedes Paares auseinander, und daran scheitert die einfache Häufigkeitsanalyse.

Die sechs Buchstaben wählte man, weil sich ihre Morsezeichen beim Abhören kaum verwechseln lassen. Nils Kopal vom CrypTool-Projekt führt einen Angriff auf die Chiffre im Video vor.

618 von 668 Kryptogrammen waren seit 2017 entziffert

George Lasry, Ingo Niebel, Nils Kopal und Arno Wacker werteten 460 abgefangene deutsche Funksprüche mit 668 Kryptogrammen aus und lösten 618 davon, also 93 Prozent. Ihre Cryptologia-Studie zu den ADFGVX-Sprüchen der Ostfront erschien 2017. Der US-Offizier James Rives Childs hatte das Material aufbewahrt, britische Abhörstellen hatten es aufgefangen. Der Verkehr lief zwischen Berlin und den deutsch kontrollierten Häfen am Schwarzen Meer und trug das Kennwort RICHI.

Das Team arbeitete mit Hill Climbing, einem Suchverfahren, das einen Schlüsselkandidaten schrittweise verbessert. Rund 50 Kryptogramme blieben übrig. 36 davon waren durch Funkstörungen zu lückenhaft, 14 hatten die richtige Länge und ließen sich mit keinem bekannten Schlüssel lesen. Der deutsche Kryptologie-Autor Klaus Schmeh nahm die Restposten im Februar 2017 auf Platz 46 seiner Liste der 50 bekanntesten ungelösten Kryptogramme auf. Der zuerst gelöste Spruch ist der letzte Eintrag auf seiner Sammelseite der ungelösten ADFGVX-Nachrichten, benannt nach Seite 217 bei Childs.

Das Schlüsselwort TRUPPENVERSCHIEBUNG war seit Jahrzehnten dokumentiert

Astra hat den Schlüssel nicht errechnet. Das Wort TRUPPENVERSCHIEBUNG steht laut prinz in einem Werk von Childs über die deutschen Militärchiffren, dort mit Gültigkeit ab dem 9. Dezember 1918. Die Abhörstelle fing den Spruch mindestens zwölf Tage früher auf. Astras Hypothese lautet, frühere Bearbeiter hätten den Schlüssel wegen dieses Datums gar nicht erst angesetzt. Den Widerspruch selbst kann prinz nicht erklären.

Die veröffentlichte Schlüsseltabelle der Cryptologia-Autoren nennt die Transpositionsschlüssel als Zahlenfolgen mit Längen von 16 bis 23 Zeichen, Schlüsselwörter im Klartext enthält sie nicht. Die Schlüssel wechselten in der Regel alle drei Tage. Für den 22. bis 24. November führt die Tabelle die Länge 22, für den 25. bis 28. November die Länge 23. TRUPPENVERSCHIEBUNG hat 19 Buchstaben, und die 170 Zeichen des Spruchs gehen genau in acht Zeilen zu 19 und eine Zeile zu 18 auf.

Schlüssellängen im RICHI-Funkverkehr 1918

Länge des Transpositionsschlüssels je Gültigkeitszeitraum. Grün markiert sind die beiden Zeiträume, in die Sendevermerk (24.11.) und Abhördatum (27.11.) des gelösten Spruchs fallen. Die gestrichelte Linie zeigt die 19 Buchstaben des Schlüsselworts TRUPPENVERSCHIEBUNG.

Quelle: ADFGVX-Schlüsseltabelle von Lasry, Niebel, Kopal und Wacker, Cryptologia 2017. Die Tabelle nennt Zahlenfolgen, keine Schlüsselwörter.
Zahlen als Tabelle
Gültigkeit 1918Schlüssellänge in Zeichen
19. bis 21.09.22
04. bis 06.10.22
28. bis 31.10.18
01. bis 03.11.19
04. bis 06.11.17
07. bis 09.11.20
10. bis 12.11.16
13. bis 15.11. (1. Schlüssel)20
13. bis 15.11. (2. Schlüssel)16
16. bis 18.11. und 07. bis 09.12.19
19. bis 21.11.20
22. bis 24.11.22
25. bis 28.11.23
28.11. bis 01.12.16

Im Hacker-News-Thread zur ADFGVX-Entzifferung mit mehr als 300 Punkten und rund 150 Kommentaren meldete sich auch John Graham-Cumming zu Wort, Informatiker und langjähriger Technikchef von Cloudflare.

Mich haut nicht um, was hier geleistet wurde. Die KI kannte das Verfahren und hatte eine Liste von Schlüsseln.
John Graham-Cumming in einer Antwort auf Hacker News, 19. September 2026 (übersetzt)

Andere Kommentatoren halten dagegen, ein ausdauernder Analyst hätte dasselbe tun können, nur habe es in über hundert Jahren keiner getan. Runtimewire ordnet die Leistung in seiner Analyse der Astra-Entzifferung als Anwendung und Überprüfung eines Schlüssels ein, nicht als Angriff auf einen unbekannten Schlüssel. Mehrere Leser verlangen den Prompt und eine Angabe dazu, wie stark der Mensch eingegriffen hat. Weder die beiden Substack-Beiträge noch die Tweets nennen Prompt, Werkzeuge, Laufzeit, Kosten oder die verwendete Astra-Stufe.

RICHI‑240: Beim zweiten Funkspruch fehlten 20 Zeichen

RICHI‑240 ist der erste von drei Teilen eines Funkspruchs, den die Abhörstelle am 11. November 1918 um 3:38 Uhr aufnahm. Er sollte 240 Zeichen haben, überliefert sind 220. Der Schlüssel war bekannt, unbekannt war die Stelle, an der die 20 Zeichen fehlen. Wegen der Spaltentransposition liefert schon eine leicht falsch gesetzte Lücke reinen Buchstabensalat.

Laut dem zweiten Substack-Beitrag von prinz zu RICHI‑240 probierte Astra mögliche Lückenpositionen durch und bewertete die Ergebnisse nach typischen Mustern der deutschen Sprache. Zwischen der vierten und fünften Zeile ergab sich lesbarer Text. Der Spruch meldet der Obersten Heeresleitung die Lage der 11. Armee. Das Alpenkorps steht im Raum Peterreve und Verbasz. Die 217. bis 219. Division und die 6. Reserve-Division halten die Linie Nagybecskerek bis Versecz, und Versecz ist von Serben besetzt.

Drei Ziffern der Divisionsnummern ließen sich nicht errechnen. Astra ergänzte sie aus einem französischen Aufklärungstelegramm, das General Franchet d’Espèrey am 19. November 1918 an Clemenceau und Foch schickte. Die Stadtgeschichte von Vršac (deutsch Werschetz) nennt den 10. November 1918 als Tag des serbischen Einmarschs. Prinz datiert den Funkspruch auf den Folgetag. Der Vorspann „2305 (10)“ spricht nach dem Log-Format des Cryptologia-Papers dafür, dass er noch am 10. November um 23:05 Uhr gesendet wurde. Das Kryptogramm steht ebenfalls auf der Sammelseite von Schmeh, als zweiter Eintrag zu Seite 176 bei Childs. Dass es vorher ungelöst war, stützt sich auch hier allein auf die Einschätzung von prinz.

MerkmalRICHI‑170RICHI‑240
Abgehört27.11.1918, 1:27 Uhr11.11.1918, 3:38 Uhr
Sendevermerk im Vorspann20:30 Uhr, Vermerk (24/11)23:05 Uhr, Vermerk (10)
Länge170 Zeichen, vollständig220 von 240 Zeichen erhalten, Teil 1 von 3
HürdeSchlüssel erst ab 09.12.1918 dokumentiertPosition der 20 fehlenden Zeichen unbekannt
InhaltEnglischer Kreuzer in Sewastopol, Geschwader folgtLage der 11. Armee, Versecz von Serben besetzt
GegenprobeLogbuch der HMS CanterburyFranzösisches Telegramm vom 19.11.1918, Stadtgeschichte von Vršac
Veröffentlicht17.09.202619.09.2026
Faksimile des RICHI-240 Funkspruchs in ADFGVX-Verschlüsselung, abgehört um 3.38 Uhr am 11. November 1918, Teil 1 von 3
Faksimile des RICHI-240 Funkspruchs aus den Abhörprotokollen von James Rives Childs. (Quelle: https://www.prinzai.com/p/another-wwi-german-radio-cipher-falls)

Ein Enigma-Spruch fiel im selben Monat, das Urquhart-Rätsel ist umstritten

Wenige Tage vor der Veröffentlichung von prinz brach Carter Leffen mit Astra einen Enigma-Heeresspruch vom 10. Juli 1941. Das vom Enigma-Historiker Frode Weierud betreute Archiv CryptoCellar führte den Spruch bis dahin als gescheitert und weist den Enigma-Spruch MVUEH inzwischen als gebrochen aus. Die GitHub-Prüfer stufen den ADFGVX-Fall bei der Herkunft schwächer ein als den Enigma-Fall, bei der Rechnung nicht.

Das Prüfunternehmen Vals AI meldete im selben Monat, Claude Fable 5.1 habe das „Cyphral Distich“ des schottischen Autors Thomas Urquhart aus dem 17. Jahrhundert gelöst, ebenfalls ein Eintrag der Schmeh-Liste. Dieses Ergebnis wird mittlerweile angezweifelt. Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier ergänzte seinen Blogbeitrag zur Fable-Lösung des Cyphral Distich am 14. September um den Hinweis auf eine öffentliche Widerlegung.

FallModellStand der Bestätigung
Enigma-Spruch MVUEH (1941)GPT‑6 AstraVom Archiv CryptoCellar nachträglich als gebrochen eingetragen
ADFGVX RICHI‑170 (1918)GPT‑6 AstraRechenweg unabhängig reproduziert, Neuheit unbestätigt
ADFGVX RICHI‑240 (1918)GPT‑6 AstraBisher nur Darstellung von prinz
Cyphral Distich (17. Jh.)Claude Fable 5.1Von Vals AI gemeldet, öffentlich angezweifelt

Im Oktober 2025 meldeten OpenAI-Mitarbeiter zehn gelöste Erdős-Probleme. Laut dem TechCrunch-Bericht über die Erdős-Panne von OpenAI hatte GPT‑5 nur vorhandene Literatur wiedergefunden. „Offen“ bedeutete auf der betreffenden Website lediglich, dass ihr Betreiber keine Lösung kannte. Auch Schmeh pflegt seine Liste nicht mehr, er hat sein Blog Ende 2022 eingestellt.

OpenAI hat sich zu den Entzifferungen mit GPT‑6 Astra nicht geäußert. Die System Card von OpenAI zu GPT‑6 Astra stuft das Modell bei der Cybersicherheit als erstes auf der Stufe „Critical“ ein. Gemeint sind das Finden und Ausnutzen von Software-Schwachstellen, historische Handchiffren kommen darin nicht vor. OpenAI gab das Modell frei, obwohl es diese Stufe erreicht (Astra-Freigabe trotz Risikostufe Kritisch). Von Lasry, Kopal und Schmeh lag bis zum 20. September 2026 keine öffentliche Stellungnahme vor.

Häufige Fragen zum Weltkriegs-Funkspruch und GPT‑6 Astra

Was ist ADFGVX?

ADFGVX ist eine Handchiffre des deutschen Heeres aus dem Jahr 1918. Sie kombiniert ein Buchstabenquadrat mit einer Spaltentransposition. Die Vorgängerversion ADFGX nutzte ein Quadrat mit 5 mal 5 Feldern und kannte keine Ziffern. Die Cryptologia-Autoren beziffern den Schlüsselraum von ADFGVX auf rund 10 hoch 64 Möglichkeiten.

Wer hat ADFGVX im Ersten Weltkrieg zuerst gebrochen?

Der französische Offizier Georges Painvin fand Anfang April 1918 die erste Tageslösung. Er rekonstruierte neun Tagesschlüssel der Westfront, einen zehnten fanden britische Codebrecher. Zusammen deckten diese Schlüssel rund die Hälfte des Funkverkehrs jener Wochen ab.

Was bedeutet die Bezeichnung RICHI?

RICHI war das Kennwort im Vorspann der ADFGVX-Sprüche zwischen Berlin und dem Schwarzen Meer. Die Zahl dahinter nennt die Zeichenzahl des Spruchteils. Lange Funksprüche wurden in mehrere Teile zerlegt, im Vorspann steht dann z. B. „3 TLE“ für drei Teile. Zu den Gegenstellen Berlins gehörten laut der Cryptologia-Studie die Funkstellen Konstantinopel und Nikolajew.

Wie lange hat GPT‑6 Astra für die Entzifferung gebraucht?

Das ist nicht bekannt, prinz nennt weder Laufzeit noch Kosten. Zum Vergleich nennt Carter Leffen für den Enigma-Spruch von 1941 eine zweitägige Untersuchung am 14. und 15. September 2026 mit 43.016 Suchläufen. Eine Stundenzahl gibt auch er ausdrücklich nicht an.

Gilt der Funkspruch jetzt offiziell als gelöst?

Nein. Keine Stelle, die den Bestand betreut, hat den Spruch als gelöst markiert. Das Blog Cipherbrain von Klaus Schmeh ist seit dem 31. Dezember 2022 eingestellt, die Liste steht nur noch als Archiv im Netz. Beim Enigma-Spruch hat das Archiv CryptoCellar den Eintrag dagegen selbst aktualisiert.

Wer ist prinz?

Hinter dem Pseudonym steht ein Entwickler mit dem X-Konto @deredleritt3r, das seit Januar 2024 besteht und knapp 23.000 Follower hat. Er betreibt das Substack prinzai.com und den privaten Benchmark prinzbench, der Sprachmodelle an juristischer Recherche misst. Sein Klarname ist nicht öffentlich.

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